Staat übernimmt 30 Prozent der Kosten

Neue Heizungs-Förderung Staat übernimmt 30 Prozent der Kosten

Max Geißler
von Max Geißler
28.08.2016
Auf einen Blick

Seit August 2016 erhalten Hausbesitzer Geld, wenn sie ihre Heizung auf Vordermann bringen. Bis zu einem Drittel der Kosten sind drin.

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Frohe Kunde für Eigenheimbesitzer: Das Bundeswirtschaftsministerium bezuschusst seit kurzem die Optimierung der Heizungsanlage. Seit 1. August beteiligt sich die öffentliche Hand bis zu 30 Prozent an den anfallenden Kosten. Die Modernisierung der Heizung auf die lange Bank zu schieben, lohnt jetzt also nicht mehr. Immerhin können Eigenheimbesitzer die Effizienz ihrer Heizung schon mit relativ geringen Investitionen deutlich verbessern. Zusätzlich winken geringere Stromkosten.

Diese Maßnahmen werden bezuschusst

Ein Förderfocus liegt auf dem Austausch veralteter Heizungspumpen. Ist die Umwälzpumpe älter als zwei Jahre, bezuschusst der Staat den Einbau einer neuen Hocheffizienzpumpe mit bis zu 30 Prozent. Ihr Vorteil: Moderne Modelle sparen im Vergleich zu herkömmlichen Geräten bis zu 80 Prozent Energie ein. „Der Einbau einer neuen Pumpe kostet für Einfamilienhäuser rund 350 Euro, bringt aber eine jährliche Ersparnis von bis zu 150 Euro“, unterstreicht Michael Herma, Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ. Dank des Zuschusses kann sich der Pumpentausch also schon nach zwei Jahren rechnen.

Ein zweiter Förderschwerpunkt liegt auf der Optimierung der Heizungsanlage. Wenn Sie einen hydraulischen Abgleich Ihrer Heizung durchführen lassen, übernimmt die öffentliche Hand ebenfalls 30 Prozent der Kosten. Das Gleiche gilt, wenn Sie zusätzlich in energiesparende Technologien wie intelligente Regelungstechnik, voreinstellbare Thermostat- oder Strangventile oder einen modernen Pufferspeicher investieren. Auch in diesen Fällen unterstützt Sie die öffentliche Hand mit bis zu 30 Prozent der Kosten. Der VdZ empfiehlt, mehrere Modernisierungsmaßnahmen zu kombinieren. Das reduziert den jährlichen Energieverbrauch erheblich und sorgt für gleichmäßig warme Räume. „Allein eine Hocheffizienzpumpe kann Strom für 500 Waschmaschinengänge im Jahr sparen“, betont Herma.

So beantragen Sie die Förderung

Die Förderung geschieht in zwei Schritten: Zunächst beantragen Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Registrierungsnummer. Nachdem der Handwerker die Modernisierung durchgeführt hat, füllen Sie auf dem BAFA-Portal ein Antragsformular aus. Dieses senden Sie anschließend mit den geforderten Unterlagen zurück an das BAFA. Meist genügt eine aussagekräftige Rechnung, die die förderfähigen Maßnahmen säuberlich auflistet. Alles Weitere übernimmt das BAFA.

Biallo-Tipp:

Möchten Sie die gesamte Heizungsanlage erneuern, halten preiswerte Modernisierungskredite die Kosten in Schach. Solche kleinen Baukredite finden Sie vor allem bei Bausparkassen, Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Die PSD Bank Rhein-Ruhr vergibt beispielsweise Modernisierungsdarlehen ab 10.000 Euro Mindestbetrag, die Dortmunder Sparkasse fordert gar nur 2.500 Euro. Interessant ist auch das Modernisierungsbausparen von HUK-Coburg, das gleich mehrfach Geld auszahlt.

 

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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