Heizöl Heizung Heizölpreis

Steigende Heizölpreise Heizöl jetzt kaufen oder warten?

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
17.10.2016
Auf einen Blick

Der Herbst ist da, prompt ziehen die Heizölpreise an. Sollten Hausbesitzer jetzt ihre Tanks auffüllen? Diese Faktoren gilt es bei der Entscheidung berücksichtigen.

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Die Zeiten historisch niedriger Heizölpreise scheinen vorbei zu sein. Zwar bewegen sich die Kurse derzeit immer noch auf Niveau des Vorjahreszeitraums. Allerdings zeigt die Tendenz in den vergangenen Wochen deutlich nach oben. Seit Anfang August haben die Heizölpreise um 25 Prozent zugelegt. Verglichen mit Jahresbeginn notiert Heizöl sogar fast 60 Prozent höher. Hauptgrund für den rasanten Anstieg: Der deutliche Preisaufschlag beim Rohöl. Doch es gibt noch weitere Faktoren, die den Heizölpreis beeinflussen.
 

Heizölpreis an Euro gekoppelt

Das Rohöl der Nordseesorte Brent wird auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt. Das bedeutet: Ein schwacher Euro wirkt sich negativ auf die Heizölpreise aus. Seit Frühjahr befindet sich der Euro verglichen mit dem US-Dollar im Abwärtstrend. Und hier sieht es nicht danach aus, dass der Trend gebrochen wird.
 

Fundamentaldaten deuten auf steigende Heizölpreise

Der Preis wird natürlich auch immer durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Das heißt im Umkehrschluss: Steigt die Nachfrage, steigt der Preis. Im Moment sei die Kaufbereitschaft der Kunden sehr hoch, sagen verschiedene Heizölhändler. Das ist natürlich auch durch die Psychologie und den Herdentrieb begründet: Bei steigenden Kursen wollen viele Käufer das vermeintlich günstigere Kaufniveau sichern. Der Beginn der Heizperiode und die kälteren Temperaturen tun ihr Übriges dazu.
 

Spekulationen treiben Ölpreis

Auf der anderen Seite wurde der Preis für Rohöl zuletzt durch Spekulationen angeheizt. So wird am Markt das Szenario gespielt, dass die OPEC ihre Fördermengen deutlich kürzen will. Russlands Präsident Putin hat die Spekulationen zusätzlich befeuert. Auf dem Weltenergiekongress in Istanbul kündigte Putin vor einer Woche überraschend an, sich an den OPEC-Plänen zu beteiligen.
Die am Mittwoch veröffentlichten OPEC-Daten lassen diese Pläne aber noch nicht erkennen. Die Fördermenge stieg im September auf den höchsten Stands seit acht Jahren. Außerdem geht die OPEC im nächsten Jahr von einer noch größeren Überproduktion aus.
 

Charttechnik vor möglichem Wendepunkt

Aus charttechnischer Sicht notiert der Heizölpreis derzeit am oberen Ende des langfristigen Abwärtstrendkanals. Wird dieser nach oben durchbrochen, sollte das einen Schub für den Heizölpreis bedeuten. Kann der Kurs den Widerstand allerdings nicht dauerhaft überwinden, könnten sich die Preise sehr schnell wieder erholen.

Fazit: Heizöl-Käufer sollten die Preisentwicklung im Moment genau beobachten. Legen die Heizölpreise in den nächsten Tagen spürbar zu, dürfte das mittelfristig zu weiter steigenden Kursen führen.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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