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24.09.2015 17:07

Energiekosten So wechseln Sie Ihren Stromanbieter

von Sabina Hoerder Autor
Durch einen Stromanbieterwechsel lässt sich viel Geld sparen. Doch Vorsicht - es gibt auch Stolpersteine. Hierauf sollten Sie achten.
Energiekosten So wechseln Sie Ihren Stromanbieter
Vor dem Stromanbieterwechsel: Stromtarife genau unter die Lupe nehmen
Gerade wenn Stromtarife auf den ersten Blick besonders günstig erscheinen, sollten Sie sehr genau hinsehen. Denn: Verschenken will schließlich niemand etwas. Ein Großteil des Strompreises besteht aus festen Komponenten. So machen laut Bundesnetzagentur gut 20 Prozent des Strompreises die Kosten für die Netznutzung aus, zu etwa 44 Prozent besteht er aus Steuern und Abgaben und rund 32 Prozent nehmen die Kosten für die Strombeschaffung und den Vertrieb inklusive Gewinnen ein. Bei letzterem können Stromanbieter direkt den Preis beeinflussen und Preisvorteile an Verbraucher weitergeben.

Durch einen Stromanbieterwechsel können Sie viel Geld sparen

Nichtsdestotrotz kann sich ein Stromanbieterwechsel stark im Geldbeutel bemerkbar machen. Das lohnt sich besonders, wenn Sie noch im zumeist teuren Grundversorger-Tarif sind. Aber auch für alle anderen kann sich ein Stromanbieterwechsel lohnen und pro Jahr mehrere Hundert Euro Ersparnis bringen. Denn aktuell steigen die Strompreise vielerorts wieder. Bei einem Stromanbieterwechsel sollten Sie allerdings folgende Punkte beachten:
1. Preis: Sind im angegebenen Preis alle Bestandteile enthalten? Bonuszahlungen für den Stromanbieterwechsel fallen meist nur einmalig im ersten Jahr an. Sie dürfen also nicht überbewertet werden.

2. Vorauskasse und Kaution: Stromtarife mit Vorauskasse und Kaution können sich als sehr nachteilig erweisen, denn im Falle einer Pleite können die geleisteten Zahlungen verloren sein.

3. Strompakete: Bei manchen Stromanbietern müssen sich die Kunden verpflichten, eine bestimmte Menge Strom abzunehmen, ein sogenanntes Strompaket. Auch hiervon raten Verbraucherschützer ab. Denn: Verbraucht man deutlich weniger Strom, hat man entsprechend draufgezahlt. Bei höherem Verbrauch muss der Kunde oft kräftig nachzahlen. Zudem sind Strompakete häufig per Vorauskasse zu zahlen.

4. Kündigungsfrist und Laufzeit: Hier gilt es, sowohl auf die Kündigungsfrist des bisherigen als auch des künftigen Stromanbieters zu achten. „In der Grundversorgung beträgt sie 14 Tage. Bei Sonderverträgen gilt, was im Vertrag vereinbart wurde“, sagt Brigitte Ahrens von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Beim neuen Anbieter sollte die Kündigungsfrist maximal drei Monate betragen, besser noch weniger“, so Brigitte Ahrens. Zudem sei eine maximale Vertragslaufzeit von einem Jahr empfehlenswert.
5. Preisgarantien: Wird der Preis für eine gewisse Zeit garantiert, ist dies vorteilhaft. Schließlich soll der Stromanbieterwechsel nicht zur neuen Freizeitbeschäftigung werden - ganz davon abgesehen, dass Sie oft erst nach einer Weile wieder aus dem neuen Vertrag herauskommen. Bestenfalls wird der Preis so lange garantiert, wie der Verbraucher durch die Laufzeit an den Anbieter gebunden ist. Aber auch bei einer solchen Garantie gibt es einen Stolperstein: In manchen Fällen sind nämlich Steuern und Abgaben ausgenommen. Mit der Erhöhung der EEG-Umlage beispielsweise müssen viele Stromkunden hinnehmen, dass ihr Strompreis trotz Preisgarantie steigt. Sinnvoll auch: Die Garantie sollte ab Lieferbeginn gelten – und nicht ab Vertragsunterzeichnung. Bei einer Lieferverzögerung rückt sonst der Zeitpunkt einer ersten möglichen Preiserhöhung rasch näher.

Mein Tipp:
Zuweilen wird für eine Preisgarantie auch ein Aufpreis verlangt. Rechnen Sie nach, ob der Tarif dann immer noch günstig ist.
6. Service: Stimmt beim neuen Stromlieferanten der Service? Rufen Sie doch vor dem Stromanbieterwechsel einfach mal bei der Servicehotline an. Hängen Sie dann bereits lange in der Warteschleife, ist dies kein gutes Zeichen. Hilfreich sind auch Kommentare im Internet. Bei vielen Strom-Vergleichsrechnern können Kunden Beurteilungen zu ihrem neuen Anbieter abgeben. Alternativ oder zusätzlich einfach mal den Anbieternamen und den Begriff „Erfahrungen“ in eine Suchmaschine eingeben.

7. Lieferbeginn und Rücktritt:
„Der neue Stromanbieter sollte einen konkreten Lieferbeginn nennen – nicht nur einen voraussichtlichen“, sagt Verbraucherschützerin Ahrens. Im Zweifelsfall nachhaken. Im Vertrag sollte ein Rücktrittsrecht enthalten sein, wenn die Stromlieferung nicht innerhalb einer bestimmten Frist erfolgt. Am Tag des Lieferbeginns sollte man sich den Zählerstand notieren und diesen dem alten und neuen Lieferanten nachweisbar per Einschreiben mitteilen.

8. Preisanpassungsklausel:
Enthält der Vertrag des neuen Anbieters eine Preisanpassungsklausel? Hier sollten sachliche Gründe für eine Anpassung genannt sein. „Nicht akzeptabel ist, wenn die Preisanpassungsklausel nur einseitig ist. Sie sollte auch den Lieferanten zur Preissenkung verpflichten. Sie muss nicht nur eine Preiserhöhung, sondern auch eine Preissenkung vorsehen“, sagt Verbraucherschützerin Ahrens. Außerdem ist ein Sonderkündigungsrecht bei einer Preiserhöhung einzuräumen. Stromanbieter müssen die Preiserhöhungen sechs Wochen im Voraus mitteilen. Verbraucher, die ein entsprechendes Schreiben oder eine E-Mail erhalten, haben die Möglichkeit, dann eine außerordentliche Kündigung auszusprechen. Diese ist dem Energieanbieter zeitgleich in einem Schreiben per Einschreiben mit Rückschein mitzuteilen.
Biallo-Tipp: Mit dem Stromvergleich auf biallo.de können Sie über 1.000 Stromanbieter vergleichen.
Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
28.09.2015 - von Horst K.
Top Artikel
Ich finde den Artikel echt stark. Kann das nur unterstreichen, dass man bei einem Wechsel eine Menge spart. Hab auf dem Portal von swidgy auch letztes einen Vertrag mit einer Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen und es lief alles ganz einfach.
10.10.2011 - von Rainer Ertel
Kündigungsfrist beim Grundversorger
Bei meinem Grundversorger (Erlanger Stadtwerke AG) beträgt die Vertragslaufzeit 1 Jahr und verländert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn nicht 1 Monat vorher zum Ende des Jahreszeitraums gekündigt wird. Damit ist die Aussage von einem Monat Kündigungsfrist nach meiner Meinung nicht gegeben.
26.07.2011 - von Dieter Lamprecht
Stromanbieterwechsel
Guten Tag, Bericht hierzu in doppio - Mehrfach habe ich in den letzten Jahren dieAnbieter gewechselt- in Eigeninitiative oder über verifox -in keinem Fall ohne erhebliche Komplikationen durch die Anbieter. Aktuell stehe ich seit Februar 2011 im Streit mit Hitstrom. Man hat den Eindruck, als solle dem Verbraucher der wohl für die Anbieter lästige Wechsel vergällt werden. Falls bei Ihnen Interesse an dem Fall besteht, lassen Sie es mich wissen; ich werde dann den gasamten Sachverhalt, für dessen Richtigkeit ich mich verbürge, auflisten. Den Lesern von dopio sollte man den Inhalt zugänglich machen, damit Sie sich, angeregt von Ihrem Artikel, auch schon auf die Komplikationen einstellen können. Freundliche Grüße Dieter Lamprecht
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