Produktcheck Festgeld AIB

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
28.07.2015
Auf einen Blick

Spitzenzinsen aus dem Ausland. Unter diesem Titel fällt auch das Festgeld-Angebot der irischen AIB. Was taugt das Festgeld-Konto Iren wirklich?

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Merkmale

Clevere Sparer wissen es bereits: Im europäischen Ausland lassen sich höhere Festgeld-Zinsen ergattern als in der Heimat - so auch in Irland. Das irische Geldhaus AIB (Allied Irish Banks) ermöglicht es auch deutschen Kunden, ihr Geld anzulegen. Die Dubliner Bank zählt landesweit zu den vier größten Bankhäusern und betreibt ein großes Filalnetz in Irland - keine unbekannte Bank in Irland. An eine Festgeld-Anlage gelangen Kunden hierzulande über den deutschen Dienstleister Weltsparen. Die Anmeldung erfolgt somit in einem zweistufigen Verfahren und unter den üblichen Sicherheitsbedingungen. Das Geld ist dann hochverzinst bei AIB angelegt. Gemäß europäischen Standards sind Kundeneinlagen bis 100.000 Euro über die irische Einlagensicherung geschützt. Mehr Geld können deutsche Sparer ohnehin nicht bei der AIB anlegen. Mindestens fordern die Iren 10.000 Euro ein. Einlagen sind grundsätzlich für ein Jahr angelegt. Eine automatische Wiederanlage gibt es nicht. Kontoeröffnungs-, Verwaltungs- oder Überweisungsgebühren fallen nicht an. Die Ausschüttung erfolgt am Laufzeitende.


Stärken

Der hohe Zins von derzeit 1,5 Prozent für eine Anlagedauer von einem Jahr überzeugt. Im Biallo-Festgeld-Vergleich gibt es aktuell nur ein Institut, das die Iren in puncto Zinshöhe toppt. Positiv: In Irland wird keine Quellensteuer erhoben, sofern das Formular "Erklärung über die Nicht-Ansässigkeit" bis spätestens fünf Wochen vor Zinszahlung unterschrieben im Original vorliegt. Das zur Verfügung gestellte Ansässigkeitsformular soll das Verfahren vereinfachen. Auch dass die Bank Kundengelder bei Nicht-Kündigung nicht automatisch erneut anlegt, ist fair. Wer verlängert, erhält Zinseszinsen.

Schwächen

Deutsche Konkurrenzhäuser bieten teilweise eine wesentlich höhere Einlagensicherung. Der Nachteil ist aber zu verschmerzen, da man ohnehin nicht mehr als die gesetzlich gesicherten 100.000 Euro anlegen kann. Ebenfalls von Nachteil ist die starre Bindungsfrist - nur zwölf Monate sind möglich. Die Mindestanlagesumme von 10.000 Euro ist für viele Sparer eine zu große Hürde. Das zweistufige Anmeldesystem ist gewöhnungsbedürftig.

Wettbewerber

First Save und Alior Bank - ebenfalls von Weltsparen - bewegen sich auf Augenhöhe. Lediglich die tschechische J & T Banka übertrifft bei einjähriger Laufzeit das Zinsniveau der AIB. Bei J & T Banka bietet Weltsparen sowohl die Euro- als auch die Dollar-Variante an.


Fazit: Für Sparer mit kürzerem Anlagehorizont (ein Jahr) bietet AIB ein sehr interessantes Festgeld, das derzeit kaum zu schlagen ist. Die Zeit wird zeigen, ob die Iren den Zins auf diesem hohen Niveau halten werden.

Bewertung
AIB - Festgeld
Zinsen (50 Prozent) Zinshöhe (50%) 5 Zinsstabilität Rückschau (25%) 4 Zinsstabilität Ausblick (25%) 5 4.8
Sicherheit (25 Prozent) Sicherheit (100%) 3 3.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 5 Mindest-/Höchstanlage (35%) 3 Aktionszeitraum (15%) 5 4.3
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 4 Kontoeröffnung (70%) 2 2.6
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.0
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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