Produktcheck Festgeld Banca Sistema

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
11.08.2015
Auf einen Blick

Im Sommer zieht es viele Touristen nach Italien. Mit dem neuen Festgeld-Angebot der italienischen Banca Sistema werden nun auch deutsche Sparer angelockt.

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Merkmale

Im Sommer ist "Bella Italia" immer noch eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Für Geldanlage ist Italien dagegen noch nicht bekannt. Seit Kurzem können deutsche Sparer Festgeld bei der Banca Sistema anlegen - ohne dabei über den Brenner fahren zu müssen. Das 2011 in Mailand gegründete Institut ist eine relativ junge, unabhängige Bank mit Anteilen von erfahrenen und erfolgreichen Bankenstiftungen und einem privaten Beteiligungsfonds aus Großbritannien. Über den deutschen Dienstleister Weltsparen können nun auch Sparer hierzulande ein Festgeld-Konto bei der Banca Sistema führen. In einem zweistufigen Anmeldeverfahren und unter Beachtung der üblichen Sicherheitsstandards können deutsche Sparer ein Konto eröffnen. Das Geld ist dann hochverzinst bei den Italienern angelegt. Gemäß europäischen Richtlinien sind Kundeneinlagen bis 100.000 Euro über die italienische Einlagensicherung geschützt. Mehr Geld können deutsche Sparer ohnehin nicht bei der Banca Sistema anlegen. Mindestens fordert das Geldhaus 5.000 Euro ein. In Sachen Bindungsfristen können sich Anleger für ein, zwei, drei, vier, fünf oder zehn Jahre entscheiden. Eine automatische Wiederanlage gibt es nicht. Kontoeröffnungs-, Verwaltungs- oder Überweisungsgebühren fallen nicht an. Die Ausschüttung erfolgt am Laufzeitende.

Stärken

Die hohen Zinsen über alle angebotenen Laufzeiten sind überzeugend und derzeit kaum zu schlagen. Positiv auch: In Italien fällt keine Quellensteuer an. Fair ist auch, dass sich Festgelder nicht automatisch verlängern. Im Vergleich zu den meisten deutschen Anbieter fällt auch auf, dass eine vorzeitige Kündigung kein Problem ist - allerdings entfällt dann die Verzinsung. Einlagen sind mit der italienischen Einlagensicherung abgesichert.

Schwächen

Deutsche Geldhäuser bieten teilweise eine weitaus höhere Einlagensicherung. Da jedoch ohnehin nicht mehr als 100.000 Euro angelegt werden können, ist diese Kritik zu vernachlässigen. Negativer fällt indes auf, dass Sparer nicht in den Genuss von Zinseszinsen kommen. Das zweistufige Anmeldesystem ist gewöhnungsbedürftig.

Wettbewerber

Auf ein ähnliches Zinsniveau kommen derzeit J&T Banka, AIB und First-Save. Die in puncto Verzinsung attraktivsten deutschen Anbieter folgen mit gewissem Abstand. Das sind derzeit: Creditplus Bank, ABC Bank und Ziraat Bank.
 

Fazit: Für Anleger mit verschiedensten Anlagehorizonten hält die Banca Sistema ein attraktives Festgeld-Konto bereit. Es bleibt abzuwarten, ob die hohen Zinsen auf diesem Niveau gehalten werden können.

Bewertung
Banca Sistema - Festgeld
Zinsen (50 Prozent) Zinshöhe (50%) 5 Zinsstabilität Rückschau (25%) 4 Zinsstabilität Ausblick (25%) 5 4.8
Sicherheit (25 Prozent) Sicherheit (100%) 3 3.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 5 Mindest-/Höchstanlage (35%) 3 Aktionszeitraum (15%) 5 4.3
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 4 Kontoeröffnung (70%) 2 2.6
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.0
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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