Editorial Mehr Geld mit Festgeld

von Peter Weißenberg
28.02.2014
Auf einen Blick

Die Inflationsrate ist niedrig; das bietet klugen Anlegern Raum, um auch bei niedrigem Zinsniveau noch Rendite zu erzielen. Bleiben Sie dabei flexibel.

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Die Leitzinsen unserer Zentralbanken sollten sich eigentlich in diesen Zeiten mit einem „D“ schreiben – zumindest wir Geldanleger leiden ja seit Monaten unter den Folgen der Politik von Mario Draghi oder Janet Yellen. Die Chefs der EZB und der US-Notenbank machen Geldleihen ganz, ganz billig, damit die Wirtschaft in Schwung bleibt. Und zuweilen habe ich als konservativer Anleger den Verdacht, dafür die Rechnung zu bekommen: durch Niedrigzinsen nämlich.

Aber es gibt eine Menge Waffen, um in den Schlachten gegen den Niedrigzins für Geldanlagen nicht ganz wehrlos zu sein. Die besten Festgelder bringen immer noch Renditen von bis zu 2,9 Prozent pro Jahr -  deutlich mehr als die Teuerungsrate von gegenwärtig 1,3 Prozent.

Hoffentlich haben Sie aber Ihre sauer verdienten Euro nicht gleich für drei, vier oder sogar noch mehr Jahre festgelegt. Denn dann können Sie 2015 oder 2016 noch in eine Zinsfalle tappen – wenn nämlich die Inflationsrate wieder deutlich steigen sollte. Dadurch würden Sie trotz der heute vereinbarten Zinsen real wieder einen Verlust machen, weil Sie ja noch auf Monate oder gar Jahre an den einmal vereinbarten Satz gebunden sind.


Mein Tipp daher:

Legen Sie in der gegenwärtigen Minizins-Phase Ihr Geld eher nicht länger als zwei Jahre fest, auch wenn dann der Satz ein paar Prozentpünktchen höher ist. Ich mache es im Moment lieber so: Die Hälfte der Anlagesumme lege ich auf ein Jahr fest, die andere auf zwei. So kann ich jeweils nach zwölf Monaten wieder aktuelle Festgeldzinsen nutzen. Nun müssen nur noch die Notenbanker mitspielen – und den Zins-Hahn mal wieder aufdrehen.

In diesem Festgeld-Spezial lesen Sie unter andem: Die Zinsriesen: Wo gibt’s noch drei Prozent beim Festgeld? Und: Weltsparen bei der Fibank: Wie funktioniert es und was fällt für Sie ab?


Viel Vergnügen beim Lesen.

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Peter Weißenberg

Jahrgang 1965, ist für Produktchecks, Auto- und Geldanlage-Themen sowie Print-Kooperationen zuständig. In mehr als 20 Jahren im Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus hat er für die verschiedensten Leserkreise Themen aus diesen Bereichen aufbereitet. Nach einem Doppelstudium (Volkswirtschaften, Politikwissenschaften, Geschichte, Journalistik) und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule hat Weißenberg als Reporter und in Leitungsfunktionen für verschiedene Wirtschaftsmagazine,Tageszeitungen, Online-Medien und Radiosender gearbeitet. Weißenberg hat auch fünf Bücher zu Wirtschaftsthemen verfasst.

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