Geldgeschenke zur Einschulung Eine Schultüte voller Geld

Max Geißler
von Max Geißler
29.08.2014
Auf einen Blick

Zur Einschulung bekommen Kinder oft nicht nur Süßes, sondern auch Geldgeschenke. Doch wie sollten Oma und Co. es am besten anlegen, damit es auch Zinsen abwirft?

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Gerade beim Schulanfang wollen viele Familienangehörige mit einem sinnvollen und pädagogischen Geschenk aufwarten. Neben Bonbons, Spitzer und Radiergummi ist deshalb oft ein Sparbuch in der Schultüte. Geldgeschenke sollen nicht nur zum Umgang mit Geld erziehen, es ist gleichzeitig auch ein Vorschuss für das später anstehende Studium oder die Weltreise. Denn Sparen will gelernt sein, und früh übt sich ja bekanntlich am besten. Schade nur, dass die Schenkenden hier häufig zu überholten Anlageprodukten greifen, die kaum Rendite abwerfen. Denn für ein Sparbuch gibt es oft nur ein halbes Prozent Zinsen. Damit die Geldgeschenke zur Einschulung fruchten, braucht es renditeträchtigere Anlageformen.

Geldgeschenke mit sicheren Zinsen: Festgeld und Sparbriefe

Wenn die Oma oder die Eltern zur Einschulung einen größeren Betrag sicher anlegen wollen, eignen sich Festgeld oder Sparbrief für das Geldgeschenk. „Festgeld garantiert sichere, planbare Zinsen und verursacht keine Kosten“, sagt Christoph Hommel von der Verbraucherzentrale Nürnberg. Ein Blick in den Biallo-Festgeld-Vergleich zeigt, was die besten Anbieter am Markt derzeit zu bieten haben. Die VTB Direkt und die Denizbank verzinsen Festgeld mit drei- oder vierjähriger Laufzeit aktuell mit 2,10 beziehungsweise 2,05 Prozent Zinsen. Wenn Sie für Ihren Schützling 10.000 Euro zur Einschulung anlegen, hat er nach vier Jahren bereits 800 Euro an Zinsen verdient.
Tipp: Auch wenn die Schulzeit zwischen zehn und zwölf Jahren beträgt, raten Verbraucherschützerinnen derzeit zu beschaulichen Laufzeiten zwischen drei und vier Jahren für Festgeld. Denn die Zinsen in Europa sind auf einem Tiefstand, und Langzeitpapiere werfen kaum mehr Rendite ab als Kurzzeitpapiere. Bei kürzeren Laufzeiten haben Sie zudem nicht nur die Möglichkeit zukünftige Zinsanstiege beim Anschluss-Festgeld mitzunehmen – Sie können mit zunehmendem Alter des Kindes die Geldanlage auch mit diesem zusammen fortsetzen und weiterentwickeln.

 

Zocken für Anfänger bei der Einschulung: Aktienfonds

Je nachdem wie Sie Sicherheit und Rendite gegeneinander abwiegen, können auch Aktienfonds ein schönes Geldgeschenk zur Einschulung sein. Sie bieten weniger Sicherheit als zum Beispiel ein Festgeld. Dafür sind die Gewinnchancen deutlich höher. Besonders bei längeren Laufzeiten von zehn oder zwölf Jahren kommt unterm Strich mehr rum. In den letzten zehn Jahren lag die durchschnittliche Rendite von deutschen Aktienfonds bei acht Prozent, so der Fondsverband BVI.  „Eltern oder Großeltern können ein Depot auf den Namen des Kindes anlegen, die Verfügungsgewalt bleibt aber bis zum 18. Lebensjahr bei ihnen“, erläutert Jürgen Eikenbusch von der DAB Bank. Die sogenannten Juniordepots teilen die Erträge zudem dem Kind zu. Dadurch bleiben die Steuerfreibeträge der Eltern unberührt.
Tipp: Direktbanken wie die DKB Bank, ING-Diba oder Comdirect bieten oft günstige Konditionen wie kostenlose Depotführung und Fonds ohne Ausgabeaufschlag an.

 

Banksparplan als Geldgeschenk: Der stete Tropfen …

Wenn Sie Ihrem Kind lieber ein dynamisches Sparprodukt zur Einschulung schenken wollen, bei dem regelmäßig Geld eingezahlt wird, ist ein Banksparplan empfehlenswert. Sicherer Kapitalaufbau, Zinseszinseffekt und steigende Zinsboni bei variabler Verzinsung begünstigen hier den Ertrag des Geldgeschenkes. So gibt es bei der Postbank zehn Prozent Zinsprämie ab dem siebten Jahr. Nach zwölf Jahren gibt es sogar 20 Prozent. Der niedrige Basiszins von derzeit 0,15 Prozent schreckt im ersten Moment zwar ab, durch die variable Verzinsung steigt der Grundzins jedoch an, wenn die Zinsen in Europa wieder steigen, und Kursverluste sind ausgeschlossen.
Tipp: Wer sichere Zinsen möchte, kann auch einen Banksparplan mit Festzins wählen. Die Banken gewähren dann zwar keine Zinsboni, dafür ist der Basiszins höher. Bei der Denizbank gibt es beispielsweise 3,12 Prozent Festzins für einen zehnjährigen Banksparplan. Überweisen Sie Ihrem Kind ab der Einschulung monatlich 50 Euro, wächst das Geldgeschenk in zehn Jahren auf 7.035 Euro an.
 

Fondsparplan zur Einschulung: Flexibilität ist Trumpf

Wenn Sie flexibel bleiben wollen und jeden Monat mit einem kleinen Betrag Geld für das Kind ansparen möchten, bieten Fondssparpläne viele Vorteile: Erstens weisen deutsche Aktienfondssparpläne derzeit eine Zehnjahresrendite von 7,60 Prozent auf. Zweitens hilft der regelmäßige Anteilskauf dabei, den Durchschnittspreis klein zu halten. Das Kapitalwachstum wird so befördert und Sie bleiben flexibel. „Eltern oder Großeltern können jederzeit ihre Sparrate ändern, aus dem Sparplan aussteigen oder in einen anderen Fonds wechseln“, sagt Fondsexperte Eikenbusch.

Tipp: Erhöhen Sie die Nettorendite, indem Sie ein gebührenfreies Depot wählen und Fonds mit Rabatten kaufen.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
551,03
1,35%
3.
 467,99
1,15%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 4 Jahre
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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