Produktcheck Festgeld Ferratum Bank

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
19.04.2016
Auf einen Blick

Die Ferratum Bank ist noch eine relativ junge Bank in Deutschland. Hierzulande winken Sparern überdurchschnittlich hohe Zinsen. Das Festgeld im Check:

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Merkmale

Nach dem die Ferratum Bank bereits zuvor in etlichen Ländern außerhalb Maltas aktiv wurde, expandierte sie Anfang 2014 schließlich nach Deutschland und bietet Sparern hierzulande sowohl Tages- als auch Festgeld an. Aufgrund der Ländereinstufung Maltas mit BBB+ durch die Ratingagentur Standard & Poors finden interessierte Sparer die Geldanlageofferten auch in den Biallo-Rechnern. Besonders das Festgeld ragt heraus. Die Festgeld-Zinsen liegen weit oberhalb des Durchschnitts. Sowohl für die Laufzeiten drei, sechs als auch zwölf Monate landen die Malteser zum Betrachtungszeitpunkt auf Platz eins im Biallo-Festgeld-Vergleich. Andere Laufzeiten bietet die Ferratum Bank gegenwärtig nicht an. Als Mindesteinlage fordert die Bank 500 Euro, maximal nimmt sie 100.000 Euro entgegen. Damit sind Einlagen in jedem Fall komplett abgesichert, da die staatliche Einlagensicherung Maltas, die in diesem Fall gilt, Kundeneinlagen bis 100.000 Euro absichert. Wer sich für ein Festgeld-Konto bei der Ferratum Bank entscheidet, erhält obendrein automatisch ein Tagesgeld-Konto, welches als Referenzkonto dient. Für die Konten, die Sparer ausschließlich online verwalten können, fallen keine Gebühren an. Ein Konto erhalten nur volljährige, natürliche Personen mit deutschem Wohnsitz. Sparer sollten aber dringend beachten, dass die Ferratum Bank keine Steuern auf Kapitalerträge einbehält. Das heißt, sie müssen diese Erträge unter Beachtung des Freibetrags dem Finanzamt mitteilen.

Stärken

Besonders herausragend sind natürlich die Zinsen, die die Ferratum Bank für ihre Festgelder gewährt. Bei allen drei angebotenen Laufzeiten erobern die Malteser den ersten Platz im Festgeld-Vergleich von Biallo. Spareinlagen sind komplett abgesichert, da der Sparhöchstbetrag bei 100.000 Euro liegt.

Schwächen

Wer sich gezielt für einen längeren Zeitraum binden möchte, um noch höhere Zinsen zu bekommen, wird bei der Ferratum Bank nicht fündig, da die maximale Laufzeit ein Jahr beträgt. Allerdings können Sparer ihre Anlage prolongieren lassen. Das heißt: Wer nicht vor Ablauf kündigt, legt das Geld automatisch erneut für den gleichen Zeitraum an. Zudem ist das Einlagensicherungssystem Maltas gemessen an der Ländereinstufung nicht auf deutschem Niveau.

Wettbewerber

Deutsche Anbieter können mit dem Festgeld-Angebot der Ferratum Bank in Sachen Zins nicht Schritt halten. Ansatzweise schaffen das etwa Pbb direkt (Deutsche Pfandbriefbank) und Creditplus Bank.
 

Fazit: Gerade in der aktuellen Mini-Zins-Phase sind hohe Festgeld-Zinsen bei überschaubaren Laufzeiten interessant. Genau das bietet die Ferratum-Bank. Es bleibt abzuwarten, ob die Malteser die Zinsen auf diesem hohen Niveau belassen.

Bewertung
Ferratum Bank - Festgeld
Zinsen (50 Prozent) Zinshöhe (50%) 5 Zinsstabilität Rückschau (25%) 5 Zinsstabilität Ausblick (25%) 4 4.8
Sicherheit (25 Prozent) Sicherheit (100%) 3 3.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 5 Mindest-/Höchstanlage (35%) 3 Aktionszeitraum (15%) 5 4.3
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 3 Kontoeröffnung (70%) 3 3.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.1
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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