Festgeld Zinshoch bei zwölfmonatiger Laufzeit

Festgeld Zinshoch bei zwölfmonatiger Laufzeit

Max Geißler
von Max Geißler
28.12.2015
Auf einen Blick

Pünktlich zu Weihnachten legten die Banken Zinsgeschenke unter den Kundenbaum. Das einjährige Festgeld verbesserte sich um mehr als ein halbes Prozent.

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Die Consorsbank garantiert neuerdings ein Jahr lang 1,0 Prozent Zinsen fürs Tagesgeld. Klingt wunderbar, mit Festgeld können Sie aber mehr rausholen. Wenn Sie wissen, dass Sie einen Teil des Ersparten ein Jahr lang liegen lassen können, dann sollten Sie sich nicht scheuen, es fest anzulegen. Für zwölfmonatiges Festgeld erhalten Sie derzeit bis zu 1,60 Prozent Zinsen. Möglich ist dies zum Beispiel bei der tschechischen J&T Bank. Legen Sie dort 20.000 Euro an, erhalten Sie nach zwölf Monaten 320 Euro Zinsen, bei der Consorsbank sind es „nur“ 200 Euro. Und das ist noch nicht alles. Der Finanzvermittler Savedo, über den die Kontoeröffnung für das J&T-Festgeld erfolgt, spendiert zusätzlich eine Willkommensprämie von 55 Euro. Die Sicherheit des angelegten Geldes ist durch die tschechische Einlagensicherung bis zur Höhe von 100.000 Euro gewährleistet.

Österreichische Bank mit Top-Festgeld

Auch andere Banken zeigen sich spendabel. Seit kurzem verwöhnt die österreichische Austrian Anadi Bank deutsche Anleger mit Topzinsen. Für einjähriges Festgeld zahlt das Geldhaus attraktive 1,51 Prozent Zinsen. Anders als bei der J&T Bank, die eine Mindesteinlage von 10.000 Euro fordert, gilt das Angebot der Österreicher ab dem ersten Euro. So kommen auch Kleinsparer in den Genuss hoher Zinsen.

Unser Tipp: Legen Sie dort mindestens 7.500 Euro an, erhalten Sie zusätzlich eine Prämie von 30 Euro.

So kommen Sie zum Festgeldkonto: Die Geldanlage bei der Austrian Anadi Bank erfolgt über den Onlinemarktplatz Zinspilot. Wenn Sie sich bei dem deutschen Vermittler registrieren, können Sie ein kostenfreies Konto bei einer Partnerbank von Zinspilot eröffnen. Dort zahlen Sie dann Ihren Anlagebetrag ein, eine Kontoeröffnung in Österreich ist nicht erforderlich. Die Kapitalgarantie erfolgt zu 100 Prozent durch die gesetzliche österreichische Einlagensicherung.

Zinssprünge bei einzelnen Banken

Den größten Zinssprung der letzten Tage machte das Festgeld der Procredit Bank. Das Geldhaus mit Sitz in Frankfurt/M. erhöhte die Zinsen für zwölfmonatiges Festgeld Ende November gleich um 0,55 Prozent auf 1,2 Prozent. Positiv: Bei dieser Bank können Sie Geld nicht nur online, sondern auch telefonisch anlegen. Die Mindestanlagesumme beträgt 5.000 Euro.

Einen ordentlichen Zinsschritt wagte jüngst auch die deutsche IKB Bank, die ihr einjähriges Festgeld um 0,2 auf 1,0 Prozent anhob. Höhere Zinsen erzielen Sie jedoch mit der österreichischen Autobank. Die Alpenbank verbesserte jetzt ihr einjähriges Festgeld auf 1,31 Prozent. Nur knapp dahinter folgt die deutsche AKF Bank mit 1,26 Prozent Zinsen. Während Sie bei der Autobank aber mindestens 5.000 Euro anlegen müssen, begnügt sich die AKF Bank mit 2.500 Euro.
 

Tages- und Festgeld – Flexibiltät oder Zinsgarantie?

Beim Festgeld legen Sie ihr Erspartes für eine bestimmte Zeit fest an, zum Beispiel sechs oder zwölf Monate. Tagesgeld liegt hingegen für unbestimmte Zeit auf dem Tagesgeldkonto. Im Gegensatz zum Tagesgeld können Sie beim Festgeld weder vorzeitig über das angelegte Geld verfügen noch weitere Einzahlungen auf das Festgeldkonto vornehmen. Möchten Sie später weiteres Geld fest anlegen, können Sie aber weitere Festgeldkonten eröffnen und dabei mit unterschiedlichen Laufzeiten jonglieren. Der Vorteil von Festgeld liegt zum einen im garantierten Zinssatz und zum anderen in der Höhe der Zinsen. Beim variabel verzinsten Tagesgeld besteht hingegen keine Zinssicherheit und in der Regel ist die Vergütung etwas geringer als beim Festgeld. Eine Ausnahme bieten Aktionszinsangebote wie sie Consorsbank oder ING-Diba machen, indem sie die Höhe der Tagesgeldzinsen für einen bestimmten Zeitraum garantieren.
 

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
100,00
1,00%
2.
90,00
0,90%
3.
85,00
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
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Max Geißler
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Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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