Inflationssicher anlegen Kein Wertverlust mit Festgeld

Inflationssicher anlegen Kein Wertverlust mit Festgeld

Max Geißler
von Max Geißler
16.10.2016
Auf einen Blick

Viele Haushalte verschenken Geld, weil ihre Finanzreserve auf schlecht verzinsten Konten lungert. Mit zinsstarkem Festgeld passiert Ihnen das nicht.

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In jedem Haushalt sollte eine Finanzreserve für unvorhersehbare Notfälle vorhanden sein. Verbraucherschützer empfehlen dazu zwei bis drei Nettomonatsgehälter. Mit Blick auf die stete Geldentwertung sollten Sie dabei auf eine zuverlässige und ausreichende Verzinsung achten. „Eiserne Reserven, die auf Girokonten oder Sparbüchern schlummern, verlieren meist an Kaufkraft, da die Zinsen gegen null tenditen“, sagt Liesbeth Rigter, Deutschlandchefin der niederländischen Direktbank Moneyou. Die bessere Wahl ist gut verzinstes Tagesgeld, etwa von Audi- und VW Bank mit 1,1 Prozent Zinsen oder von der ING-Diba mit 1,0 Prozent. Das sorgt bei einer aktuellen Inflationsrate von etwa einem halben Prozent weiterhin für reale Zinsgewinne, außerdem sind Sparer flexibel.

Sicherer Ertrag mit Festgeld

Allerdings besteht eine Unwägbarkeit: Tagesgeld ist variabel verzinst. Aufgrund der niedrigen Marktzinsen korrigieren viele Banken die Zinsen ihrer Tagesgeldkonten weiter nach unten. Falls die Inflationsrate wieder steigt, erleidet Geld, dass Sie auf niedrig verzinsten Tagesgeldkonten angelegt haben Wertverluste. Um dies zu vermeiden, können Sie ihren Notgroschen in Festgeld investieren. Vorteil: Festgeld sichert eine garantierte Verzinsung über die gesamte Laufzeit. Dabei gilt das Prinzip: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz. Im Gegenzug sind Festgelder allerdings nicht vorzeitig kündbar. Entscheiden Sie sich für eine längere Laufzeit, kommen Sie im Notfall also nicht an ihr Geld. Zwei Auswege bieten sich an:

Kurzlaufendes Festgeld

Festgeld gibt es bereits ab drei Monaten Laufzeit, manche Banken ermöglichen sogar monatliche Laufzeiten. Möchten Sie ihre Notfallreserve für drei Monate fest anlegen, können Sie zu folgender Taktik greifen: Das Geld in zwei oder drei Teile splitten und jeweils um vier Wochen versetzt für drei Monate fest anlegen.

So kommen Sie monatlich an ihr Geld und das Ersparte verliert, falls die Inflationsrte steigt, keine Zinsen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn das Festgeld ordentlich vergütet wird. Aktuell bietet sich dafür dreimonatiges Festgeld der Ferratum Bank zu 0,75 Prozent Zinsen an oder Festgeld der Deniz Bank zu 0,70 Prozent Zinsen.

Biallo-Tipp:

Die gleiche Anlagetaktik lässt sich auch mit sechsmonatigem Festgeld verwirklichen.

Einjähriges Festgeld

Höheren Ertrag bei gleicher Zinssicherheit erhalten Sie, wenn Sie den Notgroschen längere Zeit fest parken. Beim einjährigen Festgeld müssen Sie sich zwar für zwölf Monate binden, aber dafür ist der Ertrag deutlich höher. An der Spitze unseres Festgeld-Vergleichs stehen derzeit die Denizbank mit 1,0 Prozent Zinsen, die deutsche ABC Bank mit 0,90 Prozen Zinsen und die schwedische Klarna Bank mit 0,85 Prozent Zinsen.

Biallo-Tipp:

Es besteht auch die Möglichkeit, das Ersparte als flexibles Festgeld anzulegen. Bei diesen sogenannten Kombi-Sparprodukten ermöglichen zum Beispiel die VTB Bank und die Volksbank Mittweida 20 Prozent des angelegten Festgeldes vorzeitig abzurufen.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
100,00
1,00%
3.
85,00
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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