Produktcheck Festgeld J&T Banka

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
09.02.2015
Auf einen Blick

Bei der tschechischen J&T Banka können Sparer auch heute noch lukrative Zinserträge einstreichen. Zwei Prozent und mehr winken ihnen. Was taugt das Festgeld-Konto?

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Merkmale

Wer Ausschau nach höheren Zinsen hält, sollte über die Landesgrenzen hinaus denken. So bietet die tschechische J&T Banka deutliche höhere Zinsen für Festgeld als deutsche Banken. Dazu müssen Sparer nicht einmal nach Prag fahren, wo die Bank ihren Hauptsitz hat. Das Festgeld-Konto können Sparer in einem zweistufigen Verfahren und den üblichen Sicherheitsbedingungen über den deutschen Dienstleister Savedo abschließen. Als Referenzkonto brauchen Sie ein Konto bei Savedo, welches von der Partnerbank biw geführt wird. Die J&T Banka gewährt gemäß dem europäischen Standard eine Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro. Damit ist die Höhe der Einlagensicherung wie bei einer deutschen Bank. Sparer, die ein Festgeld-Konto bei der tschechischen Bank führen, müssen mindestens 10.000 Euro mitbringen, maximal werden 100.000 Euro angenommen. Kontoführungs- und Eröffnungsgebühren fallen nicht an. Sparer haben bei der Laufzeit folgende Wahl: ein, zwei, drei oder fünf Jahre. Dabei variiert der Zins von 1,8 bis 2,4 Prozent.

Die J&T Banka wurde 1998 in Prag gegründet und zählt mit einer Bilanzsumme von knapp fünf Milliarden Euro zu den größten Privatbanken Tschechiens. Die Bank gehört dem Einlagensicherungsfonds der Tschechischen Republik an.

Stärken

Da die Einlagen in Euro geführt werden, gibt es kein Wechselkursrisiko. Weder für die Kontoeröffnung noch für die Führung des Kontos fallen Gebühren an. Besonders überzeugend ist der durchgängig hohe Zins. So beträgt der Zinssatz bei zweijähriger Laufzeit zwei Prozent. Der Zinsertrag wird nach einem Jahr erneut angelegt, so dass Sparer in den Genuß des Zinseszinses kommen. Der komplette Betrag samt fälliger Zinsen wird nach Ende der Laufzeit auf Ihr Savedo-Konto überwiesen. Einlagen sind bis 100.000 Euro gesichert, höhere Einlagesummen sind ohnehin nicht möglich.

Schwächen

In puncto Einlagensicherung kann die J&T Banka nicht mit allen deutschen Konkurrenten mithalten. Zahlreiche deutsche Institute bieten einen umfangreicheren Schutz als den gesetzlichen Mindeststandard von 100.000 Euro. Ein weiterer Nachteil ist die Höhe der Mindestanlagesumme. Diese ist mit 10.000 Euro höher als bei vielen anderen Bankhäusern. Das Anmeldeverfahren ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, da es nicht direkt über die Internetseite der Bank selbst läuft, sondern über Savedo.

Wettbewerber

Die britische First Save Bank und die polnische Alior Bank bieten vergleichbare Zinsen. Die Creditplus Bank offeriert bei zweijähriger Laufzeit einen Zins von 1,35 Prozent, dafür können Anleger hier auf die deutsche Einlagensicherung sowie auf eine private Sicherung in Millionenhöhe zurückgreifen.

Fazit: Für Festgeld-Sparer ist die J&T Banka eine aussichtsreiche Alternative zu deutschen Anbietern.

Bewertung
J und T Banka - Festgeld
Zinsen (50 Prozent) Zinshöhe (50%) 5 Zinsstabilität Rückschau (25%) 4 Zinsstabilität Ausblick (25%) 5 4.8
Sicherheit (25 Prozent) Sicherheit (100%) 3 3.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 5 Mindest-/Höchstanlage (35%) 3 Aktionszeitraum (15%) 5 4.3
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 4 Kontoeröffnung (70%) 2 2.6
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.0
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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