Geldanlage Renditekiller Sparbuch

Max Geißler
von Max Geißler
25.01.2016
Auf einen Blick

Deutsche Sparer lieben sichere Geldanlagen. Dabei setzen sie aber häufig auf das falsche Pferd. Mit Festgeld statt Sparbuch ist mehr Gewinn drin.

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60 Prozent der Bundesbürger sehen in „möglichst hoher Sicherheit“ das vorrangige Ziel ihrer Geldanlage. Eine hohe Rendite spielt dagegen nur für elf Prozent eine übergeordnete Rolle. Das ist das Ergebnis einer Befragung zum Anlegerverhalten der Deutschen, die von der Nürnberger Marktforschung GfK im Auftrag der Gothaer Versicherung durchgeführt wurde. Obwohl hohe Sicherheit bei der Geldanlage durchaus verständlich ist, zeigt die Befragung, dass viele Anleger nicht optimal sparen, weil sie Anlageformen mit Magerrenditen wählen. „42,4 Prozent der Befragten legen ihr Geld aufs Sparbuch“, berichtet Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management AG. „Nur 8,8 Prozent kaufen Investmentfonds, weniger als fünf Prozent investieren in Aktien.“ Angesichts der weit verbreiteten Furcht vor Inflation und Geldentwertung sei dieses Verhalten erstaunlich, so Kessler. In der Vergangenheit habe sich schon öfter gezeigt, dass Aktien als Sachwert ein guter Schutz vor Inflation sind, während Sparbücher häufig an Wert einbüßen.

Sparbuch häufig mit Minizins

Die vorsichtige Grundhaltung vieler Sparer ist nachvollziehbar. Gerade in den letzten Jahren sorgten zahlreiche Krisen immer wieder für herbe Kursverluste bei Aktien und Fonds. Mit verzinsten Bankprodukten lebt es sich dagegen deutlich entspannter. Erstens ist die Rendite von Sparbüchern sicher, die von Festgeld sogar hundertprozentig kalkulierbar, und zweitens sichert die gesetzliche Einlagengarantie Kapitalbeträge bis 100.000 Euro vollständig ab. Ein Manko beim Sparbuch ist allerding die oft geringe Verzinsung. Nur vereinzelt finden sich Angebote oberhalb der Inflationsrate, etwa das der ABC Bank mit 1,0 Prozent Zinsen. Die Regel sind Magerrenditen zwischen 0,1 und 0,05 Prozent, wie bei der Hypovereinsbank, der Münchner Bank oder der Santander Bank.

Festgeld mit Renditeplus

Genauso sicher, aber besser verzinst ist Festgeld. Wenn Sie sich beispielsweise für eine sechsmonatige Laufzeit entscheiden, erzielen Sie bei der niederländischen Lease Plan Bank 1,05 Prozent Zinsen. Andere gute Offerten für sechsmonatiges Festgeld kommen von der österreichischen Austrian Anadi Bank mit  1,11 Prozent und von Moneyou mit 1,05 Prozent. Entscheidet man sich für eine längere Laufzeit, wächst auch die Rendite. Für einjähriges Festgeld zahlt zum Beispiel die tschechische J&T Bank aktuell 1,60 Prozent Zinsen. Sparer müssen hier allerdings mindestens 10.000 Euro anlegen. Mit halb so viel, nämlich 5.000 Euro, kommt man bei der First Sace Euro Bank zum Zug. Das britische Bankhaus zahlt für einjähriges Festgeld 1,25 Prozent Zinsen.

Positiv:
Festgeld ist genau wie die Geldanlage auf dem Sparbuch kostenfrei. Die Eröffnung eines Festgeldkontos kann online, telefonisch oder bei Filialbanken am Bankschalter geschehen.

Tipp:
Unser Festgeldvergleich zeigt tagesaktuelle Zinsen und den möglichen Zinsertrag. Ein Klick auf den gewünschten Anbieter informiert über die Nebenbedingungen des Produkts.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
100,00
1,00%
2.
90,00
0,90%
3.
85,00
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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