Festgeld Gute Prozente und niedrige Inflation

Festgeld Gute Rendite durch niedrige Inflation

Max Geißler
von Max Geißler
29.01.2016
Auf einen Blick

Lohnt sich Festgeld mit 1,5 Prozent Zinsen? Ja, solange die Inflationsrate niedrig ist. Durch eine geringe Geldentwertung steigt die Nettorendite.

Artikelbewertung
Schrift

Inflation in Deutschland bleibt moderat

Die Teuerungsrate lag im September 2016 bei 0,7 Prozent, über die letzten zwölf Monate gesehen, berug die Inflation weniger als ein halbes Prozent. Obwohl die Sparzinsen analog zur Geldentwertung ebenfalls gesunken sind, bleibt der reale Zinsgewinn dank Mini-Inflation etwa gleich hoch. Da die Zinsen für Festgeld aber weit auseinanderklaffen, kommen Sparer um einen ausgiebigen Zinsvergleich nicht herum. Nur Topanbieter ermöglichen attraktive Nettorenditen. Während Volks- und Spardabanken sowie Sparkassen Zinsen im Zehntelbereich offerieren, locken Direktbanken und ausländische Geldinstitute mit Top-Vergütungen bis zu 1,5 Prozent.

Festgeld mit positivem Nettoertrag

Damit Festgeld keinen Wertverlust erleidet, müssen die Papiere Renditen oberhalb der Inflationsrate zuzüglich 25 Prozent Abgeltungsteuer abwerfen. Nach aktueller Lage ermöglichen dies Papiere ab etwa einem Prozent Zinsen. Solche Renditen sind allerdings erst ab Laufzeiten von 24 Monaten drin. So zahlt die französische Credit Agricole 1,16 Prozent und die österreichische Denizbank 1,15 Prozent Zinsen. Mit der Verdopplung der Laufzeit auf 48 Monate steigt die Vergütung deutlich an: Dann bietet Credit Agricole 1,41 Prozent Zinsen und die Denizbank 1,35 Prozent. Wer 10.000 Euro anlegt, der erzielt mit Festgeld bei Credit Agricole immerhin 576 Euro Gewinn.

Laufzeit bei Festgeld im Blick halten

Bei Festgeld gilt das Prinzip: Je länger die Anlagedauer, desto höher die Zinsen. In der gegenwärtigen Niedrigzinsphase sollte man sein Kapital aber nicht zu lange festschreiben, denn der Zinstrend kann drehen. Sollten die Zinsen wieder steigen, erleiden Anleger, deren niedrig verzinstes Festgeld auf Jahre hinaus unkündbar ist, Renditeverluste. Die Verbraucherzentralen empfehlen derzeit Festgeld mit höchstens zwei- bis dreijähriger Laufzeit. Wer sein Erspartes für 36 Monate fest anlegt, der kann laut Biallo-Festgeldvergleich immerhin mit 1,26 Prozent Zinsen rechnen. Positiv: Alle genannten Geldhäuser sichern angelegtes Festgeld bis zur Höhe von 100.000 Euro je Sparer ab.


Biallo-Tipp: Wenn Sie sich nicht für eine bestimmte Zeit festlegen möchten, können Sie ihren Anlagebetrag splitten und auf verschiedene Laufzeiten verteilen. Dadurch bleiben Sie flexibel und können, falls die Zinsen steigen, Kapital zeitnah in attraktiveres Festgeld umschichten.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
100,00
1,00%
2.
90,00
0,90%
3.
85,00
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
Ihre Meinung ist uns wichtig
Max Geißler
Max Geißler
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: