Festgeld Sparen wird attraktiver

Max Geißler
von Max Geißler
30.07.2015
Auf einen Blick

Zinssparen lohnt sich nicht? Weit gefehlt. Nachdem die Inflationsrate im Juni erneut abgerutscht ist, haben sich die Renditen von Festgeld deutlich verbessert.

Artikelbewertung
Schrift

Viele Sparer beklagen niedrige Sparzinsen. Doch das ist kurz gedacht. Die Zinsen müssen in Relation zur Geldentwertung betrachtet werden - nur dann erkennt man den realen Ertrag. Es bringt zum Beispiel nichts, wenn eine Geldanlage vier Prozent Zinsen erwirtschaftet, die Inflationsrate aber 4,5 Prozent beträgt. Dann wird der Vermögenszuwachs durch den Kaufkraftverlust zunichte gemacht – unterm Strich verlieren Anleger sogar Geld.

Die Zinsen von Festgeld und Tagesgeld sollten daher höher sein, als die Geldentwertung.

Festgeld sichert realen Vermögenszuwachs

Weil sich die Inflationsrate im Juni von 0,7 Prozent auf 0,3 Prozent mehr als halbiert hat, haben sich die Chancen für reale Vermögenszuwächse deutlich verbessert. Für zweijähriges Festgeld erhält man aktuell 1,8 Prozent Zinsen, zum Beispiel bei der J&T Banka. Das sind anderhalb Prozentpunkte über der Inflationsrate! Die Klarna Bank zahlt 1,6 Prozent und die Alior Bank ebenfalls. Für dreijähriges Festgeld erhalten Sparer sogar eine zwei vor dem Komma, wiederum bei der tschechischen J&T Bank. Positiv: Die Gutschriften sind für die gesamte Laufzeit garantiert, das schützt vor rückläufigem Ertrag bei fallendem Marktzins. Bei Klarna Bank und J&T Bank muss man allerdings mindestens 10.000 Euro anlegen, die Deniz Bank begnügt sich mit 1.000 Euro. Beide allen Instituten sind Kundengelder im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro vollständig abgesichert.

Wer hohe deutsche Einlagensicherung im Millionenbereich wünscht, der wird bei abc Bank und pbb direkt fündig. Beide Institute sind Mitglied im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken und schützen Kundengelder in Millionenhöhe. Die abc Bank zahlt für zweijähriges Festgeld 1,3 Prozent Zinsen.


Unser Tipp:
Sparer können sich die Zinsen vierteljährlich auszahlen lassen - das bringt einen leichten Zinseszinseffekt.

Flexibel bleiben trotz Festgeld

In welche Richtung die Sparzinsen in den kommenden Wochen tendieren werden, ist nicht absehbar. Wer sich wegen des uneinheitlichen Zinstrends nicht für längere Zeit festlegen möchte, der kann seinen Anlagebetrag splitten und auf verschiedene Laufzeiten verteilen. Dadurch bleibt man flexibel und kann, falls die Zinsen steigen, Kapital zeitnah in besser rentierende Papiere umschichten. Wer sein Geld zu gleichen Teilen auf einjähriges, zweijähriges und dreijähriges Festgeld verteilt, erzielt bessere Durchschnittszinsen als wenn man alles auf kurze Laufzeiten von einem halben oder ganzen Jahr setzt, bleibt aber zumindest für einen Teil des angelegten Betrags flexibel. Der reale Zinsgewinn liegt deutlich über der Inflationsrate.


Unser Tipp:
Der Festgeldvergleich auf biallo.de zeigt für Laufzeiten zwischen 3 Monaten und zehn Jahren eine Vielzahl von Festgeld-Offerten und rechnet anhand des Anlagebetrags den zu erwartenden Zinsgewinn aus.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
100,00
1,00%
2.
90,00
0,90%
3.
85,00
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
Ihre Meinung ist uns wichtig
Max Geißler
Max Geißler
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: