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14.01.2009 08:00 Uhr
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Bestattung

Für den letzten Weg selbst vorsorgen

Für den letzten Weg selbst vorsorgen
Wollen Sie Ihre eigene Beerdigung mitgestalten und die Finanzierung sicherstellen? Dann müssen Sie auch in diesem Punkt vorsorgen.

Was kostet eine Bestattung?

Es fallen Gebühren und Kosten an, etwa für:
- die Gemeinde,
- das Bestattungsunternehmen,
- die Friedhofsverwaltung,
- den Friedhofsgärtner,
- den Steinmetz. Auch die Ausgestaltung eines Begräbnisses – ob Erd- oder Feuerbestattung, Erdreihen- oder Erdwahlgrab, Grabstein oder Holzkreuz - beeinflusst die Endabrechnung erheblich. Zudem variieren die Preise der einzelnen Dienstleister immens. Mehrere tausend Euro für eine Bestattung sind völlig üblich. Die Kosten für die Beerdigung tragen die Erben in dieser Reihenfolge: Ehegatte, Kinder, Eltern, Geschwister, andere Sorgeberechtigte, ferner auch Großeltern, Enkelkinder oder sonstige Verwandte. Ist die Verwandtschaft finanziell nicht in der Lage, die Kosten zu tragen, springt das Sozialamt ein. Dies trägt auch die Kosten bei verstorbenen Sozialhilfeempfängern, die keine Angehörigen haben. Der Sozialhilfesatz liegt bei rund 1.200 bis 1.500 Euro für eine einfache Urnenbestattung.

Wie kann man vorsorgen?

Wünsche, wie Ihre eigene Bestattung ablaufen soll, können Sie schriftlich formulieren. Allerdings nicht im Testament, denn dies wird in der Regel erst nach der Beerdigung geöffnet. Viel mehr sollten Sie den nächsten Angehörigen informieren oder auch das Schreiben dem Pflegepersonal bei einem Heimaufenthalt übergeben.
Nach Wunsch können Sie sich auch direkt an einen Bestatter wenden und einen Vorsorgevertrag abschließen. Hier werden Ihre Wünsche und die Ausstattung der Beerdigung besprochen. Allerdings sollten Sie das Institut nie im voraus bezahlen. Das Geld sollten Sie vielmehr auf einem Treuhandkonto – beispielsweise bei der Deutschen Bestattungsvorsorge-Treuhand in Düsseldorf – hinterlegen. Es ist zweckgebunden, wird verzinst und kommt im Todesfall dem Unternehmen zur Kostendeckung zu, mit dem ein Vorsorgevertrag besteht.
Von einer Sterbegeldversicherung ist dagegen abzuraten. Die Renditeaussichten sind viel zu gering. Wird die Police in jungen Jahren abgeschlossen, kann es geschehen, dass die eingezahlte Prämie im Laufe der Jahre sogar die Versicherungssumme übersteigt. Steigt man erst in hohem Alter ein, fließt ein Großteil der eingezahlten Beiträge in den Risikoanteil  der Police (das Risiko, dass der Versicherungsnehmer vor Ende der Laufzeit stirbt) und nur ein kleiner Sparanteil bleibt übrig.
Jede andere Form der Geldanlage ist lukrativer, beispielsweise Banksparpläne. Allerdings wird hierbei im frühzeitigen Todesfall nur die bis dato angesparte Summe ausgezahlt. Sollten Sie bereits eine Police besitzen, können Sie diese beitragsfrei stellen. Für junge Leute ist eine Risikolebensversicherung ratsam, die im Todesfall den Hinterbliebenen eine zuvor vereinbarte Versicherungssumme zur Sicherung des Lebensstandards garantiert und von der die Bestattung finanziert werden kann.

Worauf sollte man besonders achten?

Neben vielen seriösen Dienstleistern gibt es unter den Bestattungsinstituten auch viele schwarze Schafe. Nur wenige bieten ihren Kunden wirklich eine transparente Kostenaufstellung zusammen mit einem Kostenvoranschlag. Einen Kostenvoranschlag, in dem jede Einzelleistung detailliert aufgeführt ist, sollten Sie auf jeden Fall erstellen lassen. Vorzugsweise sollten Sie zwei Unternehmen aufsuchen, um die Angebote vergleichen zu können. Immer mehr Bestattungsunternehmen bieten auch sogenannte Discount-Bestattungen an oder werben mit günstigen Pauschalpreisen. Umfasst das Angebot tatsächlich eine gewünschte einfache Beerdigung, ist dagegen nichts zu sagen. Sie sollten bei Billigangeboten immer genau prüfen, welche Leistungen enthalten sind. Viele lassen sich vom günstigen Preis locken und stellen erst hinterher fest, dass viele Einzelposten und anfallende Gebühren im Preis gar nicht enthalten sind. Oft wird dann bei den Zusatzleistungen kräftig aufgeschlagen.

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