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05.10.2011 15:54

Kolumne

Gas geben

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Meistens pünktlich zur Heizperiode erhöhen die Energieanbieter ihre Preise. Da versucht man, sich gerade - voller Wehmut auf den Sommer zurückblickend - mit der kälteren Jahreszeit zu arrangieren, denkt sich, dass gemütliche Abende mit Tee und Buch auf dem Sofa auch nicht so viel schlechter sind als Grillpartys und Ausflüge zum Badesee. Und dann drückt immer das schlechte Gewissen, wenn man die Heizung kräftig aufdreht.
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Wer selber Herr über seine Energieversorgung ist, kann die Heizkosten immerhin häufig über einen Anbieterwechsel drücken. Eine Familie, die beispielsweise von einen in der Regel teuren Grundversorgertarif zu einem anderen Gasanbieter wechselt, kann durchaus mal – je nach Wohnungsgröße – ein paar hundert Euro sparen. Achtung: Aber nicht blindlings wechseln. Auf Tarife mit Kaution und Vorauskasse sollte man sich nicht einlassen. Ist der Anbieter pleite, haben die Kunden – wie jüngst bei Teldafax –das Nachsehen.

Mieter, die ihre Heizkosten über die Betriebskosten abrechnen, haben es hingegen etwas schwerer, sie sind auf ihren Vermieter angewiesen, dem es theoretisch egal sein kann, ob die Kilowattstunde Gas zwei Cent mehr oder weniger kostet – schließlich bleibt sein eigener Geldbeutel verschont. Zwar sind Vermieter verpflichtet, die Betriebskosten möglichst niedrig zu halten. Allerdings können sie auch gute Referenzen, die Qualität des Anbieters oder Ähnliches geltend machen. Einer freundlichen Anfrage werden sich aber vermutlich die wenigsten Vermieter widersetzen. Schließlich haben sie ja auch ein Interesse an zufriedenen Mietern. Einfach mal versuchen.
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