In einem Haushalt werden pro Jahr durchschnittlich rund 3.500 Kilowattstunden Strom verbraucht. Dafür muss ein Sportler fleißig strampeln. Denn um nur eine einzige Kilowattstunde Strom mit einem Heimtrainer zu erzeugen, muss man rund zehn Stunden in die Pedale treten, so der Bund der Energieverbraucher.
Dass man mit diesem wertvollen Gut achtsam umgehen soll, muss ich Ihnen nicht erzählen. Auch die meisten Energiespartipps sind hinlänglich bekannt: Die Lampen sollten mit Energiesparleuchtmitteln ausgestattet sein. Der Standby-Betrieb des Fernsehers ist Gift für die persönliche Energiebilanz. Ein Grad niedrigere Wohnungstemperatur kann bis zu sechs Prozent weniger Energieverbrauch bedeuten.
Aber Hand aufs Herz: Bestimmt gibt es bei Ihnen noch Stromfresser, deren Energiehunger ungebremst ist. Das kann der Kühlschrank sein, der abgetaut werden müsste, um sparsamer zu sein. Und wie steht es mit der Heizungssteuerung, die Sie schon längst besser auf den Tagesablauf abstimmen wollten? Geben Sie sich einen Ruck, Umwelt und Geldbeutel danken es Ihnen.
Energielieferant auf den Prüfstand stellen
Und noch ein Tipp zugunsten Ihrer Finanzen: Fast jeder kann bei einem Wechsel des Energielieferanten Strom- und Gaskosten drücken. Ich habe es vor einiger Zeit selbst ausprobiert. Zwar bin ich meinem Anbieter, den Stadtwerken München, treu geblieben, habe jedoch in den günstigeren Onlinetarif gewechselt. Ersparnis im ersten Jahr: rund 90 Euro.
Was für München gilt, gilt natürlich auch anderswo. Schauen wir uns doch mal um: Eine vierköpfige Familie in Düsseldorf verbraucht durchschnittlich 4.000 Kilowattstunden an Strom pro Jahr. Bei den Stadtwerken Düsseldorf zahlt sie dafür im Tarif Klassik 991,82 Euro, bei den Stadtwerken Erkrath (Guter Strom Regio) und Stromio (Stromio Classic) hingegen nur rund 855 Euro. Ökostrom gibt es beispielsweise bei Enerline (Enerline Fix) für 894,38 Euro.
Ähnlich ist das Bild in Berlin: Dort müsste eine Familie mit Durchschnittsverbrauch beispielsweise bei Vattenfall im Tarif Basis HT/NT 1027,80 Euro blechen - oder bei 123 Energie (123 Strom S) 845,73 Euro. Ökostrom fließt hier ab 871,28 Euro ebenfalls von 123 Energie (Tarif 123 Ökostrom) aus der Steckdose. Nicht mitberechnet wurden einmalige Boni. Auch Tarife mit Kaution oder Vorauskasse blieben außen vor.
Nicht nur der Preis zählt
Sie sehen: Rund 180 Euro pro Jahr Ersparnis sind beispielsweise in Berlin drin. Allerdings kommt es ja bekanntlich nicht nur auf den Preis an. Auch Vertragslaufzeit, Service, ggf. fällige Kautionen oder Vorauszahlungen spielen eine Rolle. Wer sich für Ökostrom entscheidet, sollte sich informieren, aus welchen Quellen er stammt.
Zeichen gegen Kernkraft setzen
Ich habe mir überlegt, was mir wichtig ist – und habe das dann auf unseren
Energie-Rechnern durchgerechnet. Dort können Sie zwischen zwischen Tarifen mit Vorauskasse oder solchen mit Preisgarantie wählen. Wer ein Zeichen gegen Kernkraft und für Erneuerbare Energien setzen möchte kann einen Ökostromtarif wählen.
Sie werden sich wundern, welche Unterschiede es quer durch alle Bereiche bei den Angeboten gibt. Der Wechsel ist einfach. Mein Wechsel in einen anderen Tarif meines Anbieters war nach wenigen Klicks im Internet getan. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten!