Ähnlich deutlich sind die Preisunterschiede bei der Gasversorgung in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern). Immerhin 141 Euro spart derjenige, der statt des Tarifs „GasPrivat“ der Güstrower Stadtwerke mit Teldafax den billigsten überregionalen Lieferanten für 10.000 kWh im Jahr aussucht. Ingesamt verlangen die Stadtwerke 666,40 Euro laut
Biallo-Gasrechner, während der Konkurrent mit 524,78 Euro zufrieden ist.
Bis zu 200 Euro beim Strom sparen, bis zu 300 Euro beim Gas
Angesichts dieser Differenzen sagt Peter Reese von Verivox: „Wir raten Verbrauchern, die hohen Strom- und Gaspreise nicht einfach hinzunehmen, sondern nach einem Vergleich zu einem günstigen Anbieter zu wechseln.“ Wer allerdings auf die günstigsten Anbieter setzt, muss einkalkulieren, dass die Energiekosten in der Regel zwölf Monate voraus sowie häufig auch eine Kaution gezahlt werden müssen. Dafür gibt es in der Regel bei der Vertragsunterschrift einen Bonus.
Der Wechsel des Energieversorgers ist aber nicht nur in den neuen Bundesländern besonders einträglich. Nach Informationen von Verivox kann ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 2.800 Kilowattstunden im Bundesdurchschnitt bis zu 200 Euro sparen, bei einem Gasverbrauch von 10.000 kWh liegt das Sparpotential bei bis zu 300 Euro jährlich. Da der Preisvergleich sowie der Wechsel am heimischen PC innerhalb weniger Minuten funktionieren, ist Verbrauchern mit teuren Bestandsverträgen bei Stadtwerken dieser Schritt zu raten.