Startseite | RSS | Mobil | Inhalt |
Montag, 21.05.2012 16:48 Uhr
Newsletter:
Suche:
Biallo.de - Das Verbraucherportal für private Finanzen
Artikel bewerten:
Startseite > Energie > Energieausweis
auf Facebook teilen
Twittern
20.12.2010 11:26

Energieausweis

Wenige Immobilien haben den Pass

von
Obwohl der Energieausweis seit 2009 Pflicht ist, verfügen nur die wenigsten Immobilien über ein solches Dokument. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des RDM Bezirksverbands Düsseldorf. Demnach kann nur jeder dritte bis vierte Immobilieneigentümer einen Energieausweis vorlegen.
Energieausweis Pass Immobilie Finanzportal Biallo.de
Der Energieausweis dokumentiert, ob Ihr Eigenheim ein Energiefresser ist
Seit dem 1. Januar 2009 gilt: Werden Gebäude, Wohnungen oder Büroeinheiten hierzulande gebaut, verkauft, vermietet, verpachtet oder geleast, muss ein Energieausweis vorgelegt werden. Das schreibt die Energieeinsparverordnung – kurz EnEV – vor. Zwei Jahre nach Start der Vorschrift hat sich der Pass, der entweder den Energiebedarf oder den Energieverbrauch einer Immobilie darstellt, offenbar noch nicht richtig durchgesetzt. Das legt eine Untersuchung des Ring Deutscher Makler (RDM) im Rheinland nahe.

Nach Angaben von rund 150 gefragten Maklern und Hausverwaltungen in verschiedenen Städten und Kreisen der Region verfügen bislang nur etwa 20 bis 30 Prozent der Immobilieneigentümer über einen Energieausweis. Dabei entspricht der Energieausweis einem Siegel, das die energetische Qualität eines Gebäudes belegt und eine genaue Planung von Modernisierungsmaßnahme möglich macht.

Bundesweit niedriges Niveau bei Energieausweisen


Die ernüchternde Ausweisanzahl für das Rheinland erscheint nach Aussage von RDM-Vorstandssprecher Jörg Schnorrenberger pikant, da Deutschland als Musterschüler bei der Umsetzung der sogenannten EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) gelte. „Bei der überwiegenden Mehrzahl der Wohngebäude, die uns zum Verkauf oder zur Vermietung angeboten werden, fehlt aber das Dokument“, sagt Schnorrenberger, der davon ausgeht, dass „die Anzahl der Energieausweise bundesweit auf einem ähnlich niedrigen Niveau liegt“.

Viele fehlerhafte Energieausweise

Von vielen fehlerhaften Energiepässen geht zudem Dirk Halffter aus. „Deutschland ist mit Tschechien das einzige Land in der EU, das keine Meldepflicht hat. Zudem sind wir nach einer Untersuchung des Bundesbauministeriums die einzige Nation ohne Qualitätssicherung sowie auch das einzige Land, bei dem ein Vor-Ort-Termin nicht gesetzlich verpflichtend ist“, so der Neusser Gutachter und Energieberater
Warum sich der Energieausweis in Deutschland offenbar noch nicht durchgesetzt hat, darauf gibt die RDM-Umfrage Antworten. Demnach ist die große Mehrheit der Eigentümer, Käufer und Mieter von Wohnimmobilien mit Aufbau und Funktion des Energieausweises bislang noch nicht ausreichend vertraut. „Dass es beispielsweise verbrauchs- und bedarfsorientierte Gutachten gibt, wissen die meisten gar nicht“, sagt Jörg Schnorrenberger. Zudem bestehe offenbar keine Klarheit über die Kosten von Energieausweisen.

Bedarfsermittlung aufwändiger


Zwar enthält die Energieeinsparverordnung keine Vorgaben in Bezug auf die Kosten für den Energieausweis, doch fest steht: Wer tatsächlich an einer genauen Erhebung des Energiebedarfs seiner Immobilie interessiert ist und eine detaillierte Liste von Modernisierungsempfehlungen wünscht, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Beim Bedarfsausweis, der über das ausführliche Verfahren mit Begehung und Vermessung des Gebäudes erstellt wird, ist im Wohnbau je nach Größe des Objekts mit 200 bis zu 1.000 Euro zu rechnen. Für einen Verbrauchsausweis müssen zwischen 25 und 100 Euro kalkuliert werden - je nachdem, ob sie über eine Online-Datenerfassung oder über eine persönliche Telefonberatung ausgestellt werden. Wer sich im Übrigen genau über den Energieausweis unterrichten möchte, dem bietet die Internetseite des Bundesbauministeriums umfangreiche Informationen.
Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
14.06.2010 09:36 Uhr - von Makler
Hallo, der Energieausweiß ist an und für sich nur dafür da um die Tasche der Architekten ect. zu füllen. Fakt ist, dass bei einem alten Haus ein hoher Energieverbrauch ist. Einem Immobilienkäufer ist dies auch bewusst. Er wird diese Immobilie auch wahrscheinlich auch renovieren und (beispielsweise) beim Einsatz von neuen Fenstern ist der vorangegangene Wert sowieso hinfällig. Desweiteren hängt ein Verbrauchsorienter Energieausweiß auch stark mit den Heizgewohnheiten zusammen. Es macht nunmal einen großen Unterschied ob jemand 18 oder 22 Grad Raumtemperatur hat! Somit ist der Energieausweiß totaler Schwachsinn. Mfg Makler
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffernfolge hier eingeben:
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: Colourbox.com ID:3975
Nach oben
Anzeige

Biallo präsentiert

Anzeige
Anzeige

Kolumne von Marcus Preu

Marcus PreuBei 2,1 Prozent lag die Inflationsrate im April. Das ist der Wert, der für Anleger darüber entscheidet, ob das eigene Kapital langsam aber sicher aufgezehrt, oder ob auch in Zeiten billigen Geldes und niedriger Zinsen ein Kapitalzuwachs erzielt wird. ... mehr
.
© 2012 Biallo & Team GmbH