Auf Reputation achten
Tarife mit Vorauskasse sind allerdings nicht in jedem Fall schlecht – wenn der Anbieter seriös und solvent ist. Heißt: Auf keinen Fall pleitegehen kann. Tatsächlich können Lieferanten mit Voraustarifen ihren Verwaltungsaufwand verringern, Bonitätsprüfen von Kunden müssen nicht mehr sein, die Rechnungsstellung wird vereinfacht, zudem lässt sich mit dem Geld vorausschauend planen. Im Gegenzug erhält der Kunde günstigen Strom oder günstiges Erdgas. Verbraucher sollten daher beim Wechsel des Energielieferanten unbedingt das Geschäftsmodell und die Reputation des künftigen Partners penibel prüfen. Wichtig dabei:
Der genaue Blick ins Kleingedruckte der Tarife. Denn der Teufel steckt im Detail. So schrauben in der Regel Billiganbieter nach Vertragsabschluss die Energiekosten hoch. Häufig werden bei Verträgen mit zwei Jahren Laufzeit etwa die anfänglichen Preise nur für die ersten sechs Monate garantiert. „Kunden sollten daher von Unternehmen Abstand nehmen, die Vorkasse oder eine Kaution verlangen“, rät Gerd Billen, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband.
Den richtigen Tarifrechner nutzen
Dank häufiger Klagen von Verbrauchern im vergangenen Jahr – alleine dem Vergleichsportal Verivox liegen nach eigenen Angaben rund 2.200 Kundenbeschwerden zum Lieferanten Flexstrom vor – haben mittlerweile auch viele Web-Tarifrechner die irreführenden Einstellungen „Vorauskasse“ und „Bonuszahlungen“ geändert. Denn ungünstige Voreinstellungen in den Online-Rechnern lassen nicht den tatsächlichen Preis erkennen. Biallo.de hat daher frühzeitig seinen
Stromvergleichsrechner umprogrammiert und diese verbraucherunfreundlichen Voreinstellungen unterbunden.