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Heizkosten

Erneuerbare Wärme liegt vorne

09.03.2010 17:08
Von Matthias Kutzscher
Heizkosten regenerativen Energiequellen neue Solaranlagen, Holzpellet-Heizungen oder Erdwärmepumpen Photovoltaik-Anlage Finanzportal Biallo.de
Trotz der derzeit vergleichsweise günstigen Kosten für Erdgas und Öl lohnt sich der Umstieg auf Wärme aus erneuerbaren Energien. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie. Dabei wurden die Gesamtkosten regenerativer Heizsysteme mit fossilen Bestandsheizungen verglichen.
Viele Hauseigentümer scheuen nach wie vor den Einbau von Heizsystemen, die mit regenerativen Energiequellen arbeiten. Denn die Kosten für neue Solaranlagen, Holzpellet-Heizungen oder Erdwärmepumpen sind erst einmal vergleichsweise hoch; und die Amortisationsrechnung etwa einer Photovoltaik-Anlage scheint vielen zu unsicher. Nun hat ein Gesamtkosten-Vergleich konventioneller und regenerativer Systeme ergeben: Der Umstieg auf Wärme aus erneuerbaren Energien lohnt sich, obwohl die Preise für Erdöl und Gas derzeit aufgrund der Wirtschaftskrise noch verhältnismäßig günstig zu haben sind.
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Foto(s): Zürich Gruppe Deutschland Norbert Millauer/ddp
Pellet-Strom am günstigsten

Laut der Erhebung der Berliner Agentur für Erneuerbare Energien, die unter anderem vom Bundesumweltministerium getragen wird, kostet derzeit eine aus Heizöl gewonnene Kilowattstunde (kWh) Wärme etwa 6,1 Cent, beim Wärmepumpenstrom schlagen 5,5 und bei Pellets 4,6 Cent zu Buche.

Auf Basis langjähriger Preistrends (plus zehn Prozent bei Erdgas/Öl sowie plus fünf Prozent bei Pellets/Wärmepumpenstrom), so die Kalkulation, würde sich eine neue, regenerative Heizungsanlage spätestens im 13. Betriebsjahr bezahlt machen. Als Grundlage für die Musterrechnung diente ein Einfamilienhaus mit 127 Quadratmetern (m²) Wohnfläche und einem Wärmebedarf von 150 kWh pro m².
Solaranlagen rechnen sich nach acht Jahren

Folgt man den Berechnungen der Studie, sind aber nicht nur Erdwärmepumpen sowie Pelletheizungen auf längere Sicht günstiger als konventionelle Anlagen. Auch die Installation eines Solarthermie-Systems würde sich recht schnell bezahlt machen. Demnach kommen die Kosten für den Einbau einer Solar-Brennwert-Kombiheizung bereits nach einer Betriebszeit von acht bis zwölf Jahren wieder herein. Auch eine Öl-Solarkombination sei auf Dauer immer noch günstiger als bestehende Gas- sowie Ölheizungen, haben die Experten der Agentur für Erneuerbare Energien ermittelt.

Günstige KfW-Zinsen erleichtern Umstieg

Dass sich der Umstieg von einer alten Öl- und Gasheizung derzeit durchaus lohnen könnte, liegt auch an den attraktiven Zinsen der staatlichen KfW Bankengruppe. Immerhin beträgt der Nominalzins des KfW-Programms „Wohnraum Modernisieren Standard“ derzeit nur etwa drei Prozent pro Anno. Unter dem Strich, lasse sich bei einem Wechsel zu erneuerbare Wärme in den nächsten 20 Jahren bis zu 60 Prozent seiner aktuellen Heizkosten sparen, bestätigt Jörg Mayer von der Agentur für Erneuerbare Energien. Die exakten KfW-Zinskonditionen können Verbraucher im Übrigen unter der Webadresse www.kfw-foerderbank.de recherchieren. 
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