Aktuelles Preisniveau beim Erdgas liegt unter dem Vorjahresmonat
Dagmar Ginzel von Verivox gibt jedoch zu bedenken, dass das derzeitige Preisniveau bei Erdgas noch unter dem von vor einem Jahr liegt: „Im Januar 2009 müssen Kunden etwa acht Cent pro Kilowattstunden zahlen, Anfang 2010 sind es rund sechs Cent.“
Bei Strom sieht die Situation anders aus. Hier sind die Preise nicht wie am Gasmarkt 2009 gepurzelt, sondern sukzessive gestiegen. Gaben Verbraucher deutschlandweit im Schnitt Anfang 2009 noch 924 Euro pro Jahr für Strom aus, mussten sie im Januar 2010 bereits 950 Euro bei lokalen Tarifen einkalkulieren. Dieser Politik folgen alle Stromversorger: So hoben im Januar und Februar 217 Unternehmen ihre Preis um rund sechs Prozent an. Laut Verivox folgen im März und April 2010 noch einmal 82 Versorger – erneut mit Aufschlägen von rund sechs Prozent; darunter die Stadtwerke München, die E.ON Mitte Vertriebs GmbH oder auch Vattenfall in Berlin sowie Hamburg.
Wechsel rechnet sich
Angesichts der erneuten Preisaufschläge bei Gas und Strom ist es allerdings verwunderlich, dass die Wechselraten der Energiekunden immer noch sehr überschaubar sind. Zwar funktioniert der Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt durchaus – so hat heute jeder Erdgaskunde nach Angaben der Monopolkommission in Deutschland je nach Region die Wahl zwischen drei bis zu 20 Anbietern. Doch zwischen 2007 und 2009 wählten laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft gerade mal acht Prozent der Verbraucher einen neuen Lieferanten. Dabei sind der Vergleich der Tarife sowie der Versorgertausch von einem teuren zu einem günstigen längst ohne Probleme und Risiken machbar.
Wer seine Strom- oder Gaspreise gleich testen möchte, kann
die Tarifrechner von biallo.de nutzen. Zeigen die Ergebnisse, dass alternative Angebote billiger sind, einfach den neuen Vertrag prüfen. Die Kündigung des bisherigen Versorgers übernimmt dann zum Beispiel der neue Anbieter.