Für dieses Vorgehen sprechen tatsächlich einige fundamentale Überlegungen: Obwohl der Euro im Juni gegenüber dem Dollar wieder leicht an Wert zugelegt hat, besteht Experten zufolge kein großes Potential für eine Rally der Währung. Da Öl an den internationalen Börsen in Dollar notiert wird, zahlen heimische Händler folglich mehr. Zwar sind die Rohöllager und damit auch die Raffinerien weltweit aufgrund hoher Förderquoten momentan gut gefüllt, doch immer wieder sorgen positive Wirtschaftsnachrichten etwa aus Asien für eine ausgelassene Stimmung an den Finanz- und Rohstoffmärkten. So hat die chinesische Regierung Mitte Juni einen Anstieg der Exporte im Mai um knapp 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gemeldet; die Erwartungen wurden damit weit übertroffen.
Zeitgleich hob die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognose zur weltweiten Ölnachfrage 2010 unter Hinweis auf die überraschend gute Wirtschaftsentwicklung in den Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) an. Im laufenden Jahr wird nun ein Anstieg der globalen Nachfrage um zwei Prozent oder 1,7 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag auf 86,4 Millionen Barrel pro Tag prognostiziert.
Durch guten Kaufzeitpunkt sparen
Wie viel Verbraucher durch einen optimierten Kaufzeitpunkt von Heizöl wirklich sparen können, zeigt ein einfache Rechnung: Bei einer Differenz von zehn Euro pro 100 Liter können bei einer Bestellmenge von 3.000 Litern immerhin 300 Euro auf die Seite gelegt werden. Daher gilt der Grundsatz: sich vor allem regelmäßig informieren. Das heißt: Sowohl die Rohölmärkte als auch die regionalen Heizölmärkte sollten im Blick behalten werden. Mit dem
Ölpreis-Rechner von biallo.de etwa lassen sich regionale Preisunterschiede schnell ermitteln. Wichtig auch: Nicht erst Heizöl einkaufen, wenn der Tank schon fast leer ist. Denn das lässt wenig Raum für spekulatives Handeln.