Etwa 77 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines Haushalts entfallen nur auf das Heizen.
Durch schlecht isolierte Mauern wird viel Geld in die Luft geblasen. Die Wärmeverluste einer außenliegenden Wand lassen sich mit einer Innendämmung um 50 bis 70 Prozent reduzieren. Eine Innendämmung der Wände, des Bodens oder auch der Decke lässt sich relativ leicht anbringen und kann mit der Erneuerung der Tapeten, des Innenputzes und der Fenster kombiniert werden. Ein Plus von vier Grad bei der gleichen Heizungseinstellung wie vor der Sanierung ist Experten zufolge durchaus möglich. Vor allem bei einer Modernisierung sowie beim Beheben von Feuchtigkeits- oder Schimmelschäden bietet es sich an, innen zu dämmen.
Vorsicht Schimmel
Wichtigste Voraussetzung sind intakte Wände, durch die keine Feuchtigkeit dringt. Heißt: Die
Innendämmung sollte auf das vorhandene Außenmauerwerk abgestimmt werden, damit sich nach der Baumaßnahme kein Tauwasser oder Schimmelpilze bilden. Vor allem Schimmel kann schnell entstehen. Denn durch Innendämmung wird die Temperatur des Mauerwerks abgesenkt, da die Raumwärme von der Mauer abgehalten wird. So kann Feuchtigkeit am kalten Mauerwerk kondensieren. Welches Verfahren für die Dämmung angewendet wird, sollte daher mit einem Sachverständigen für Mauerwerkssanierung oder Architekten besprochen werden. Vor allem gilt es, bauphysikalische Probleme wie Wärmebrücken zu vermeiden.