
Wer klimafreundlich saniert, kann den Staat an den Kosten beiteiligen
Neue Heiztechnik und optimale Wärmedämmung drücken die Energiekosten auf ein Minimum. Der Staat unterstützt energiesparende Sanierungen mit Fördergeldern; viele Kreditinstitute bieten günstige Modernisierungsdarlehen.
Wer sein Haus klimafreundlich saniert, kann die Ausgaben für Heizung und Warmwasser um bis zu vier Fünftel senken. Die Dämmung von Dach, Fassade und Kellerwänden, der Einbau gut isolierter Fenster und Türen sowie die Installation umweltfreundlicher Heiztechnik haben allerdings ihren Preis. Die deutsche Energieagentur (dena) beziffert die Umbaukosten für ein freistehendes Einfamilienhaus auf etwa 60.000 Euro. Viel Geld – doch die Experten errechneten, dass sich die Ausgaben bereits nach etwa 15 Jahren bezahlt machen.
Fördergelder vom Staat
Der Staat unterstützt Modernisierer mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen. So vergibt die KfW-Bank im Förderprogramm „Effizient Sanieren“ konkurrenzlos günstige Baudarlehen ab 1,41 Prozent Effektivzins. KfW-Darlehen bieten den Vorteil tilgungsfreier Anlaufjahre, zudem besteht die Möglichkeit von Tilgungszuschüssen: „Je höher die Energieeinsparung nach der Sanierung, desto weniger zahlt der Kreditnehmer zurück“, erläutert ein KfW-Sprecher. Der Tilgungszuschuss kann zwischen fünf und 15 Prozent betragen.
Wer sich statt der Kredit- für die Zuschussvariante entscheidet, dem zahlt die KfW Bank je nach Sanierungsmaßnahme und Umweltgewinn bis zu 15.000 Euro. Eine Kombination beider Förderwege für die gleiche Baumaßnahme ist nicht gestattet, bei unterschiedlichen Modernisierungsvorhaben ist dies möglich. Förderanträge nehmen alle Banken und Sparkassen entgegen. Die KfW verweist allerdings darauf, dass der Antrag unbedingt „vor Beginn der Sanierungsmaßnahme zu stellen ist, rückwirkende Bewilligungen sind nicht möglich“.