Startseite | RSS | Mobil | Inhalt
Samstag, 11.02.2012 17:33 Uhr
Startseite » Energie » Mini-Blockheizkraftwerke
Versenden
Kommentieren
Drucken
auf Facebook teilen
Twittern

Mini-Blockheizkraftwerke

VW gibt jetzt Häusern Energie

14.11.2009 10:38
Von Matthias Kutzscher
Energie Strom Gas BHKW Mini-BHKW Zuhause-Kraftwerk VW Lichtblick Finanzportal Biallo.de
Tausende sogenannte Zuhause-Kraftwerk sollen in den Kellern von Privathäusern installiert werden
Deutschlands größter Autobauer VW und der Hamburger Energieanbieter Lichtblick haben vor kurzem mit einem Konzept überrascht. Gemeinsam wollen sie bis zu 100.000 kleine Blockheiz-Kraftwerke in Wohnhäuser einbauen, mit der produzierten Energie zwei Atommeiler ersetzen und die Marktmarkt der großen Versorger E.On, RWE, EnBW und Vattenfall aushebeln. Was ist davon zu halten?
Ökostrom vor allem aus Windkraft nimmt in Deutschland stetig zu. Derzeit tragen erneuerbare Energien etwa 15 Prozent zur Stromversorgung bei. Bis 2020 steigt der Anteil regenerativer Energie nach Prognosen des Bundesumweltministeriums auf 30 Prozent. Weil jedoch Energie aus Wind nur ungleichmäßig fließt, wird die Koordination von Produktion und Stromverbrauch immer schwieriger. Hier setzt das Konzept von VW und Lichtblick an.

Das Kalkül: Der Autobauer soll Blockheiz-Kraftwerke (BHKW) herstellen, die von Gasmotoren angetrieben werden und einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent haben. Lichtblick will die Anlagen als „ZuhauseKraftwerke“ vertreiben und sie für ein neues Versorgungsprinzip nutzen. Dank intelligenter Steuerung und Vernetzung sollen viele kleine Anlagen genau dann zu einem virtuellen Großkraftwerk gekoppelt werden, wenn am Markt eine hohe Stromnachfrage besteht. Die installierte Leistung von 100.000 Mini-BHKW würde etwa der Kapazität von zwei Atomkraftwerken entsprechen und die Meiler damit obsolet machen.
Sie suchen einen günstigen Gastarif?
Mit dem Gas-Rechner ermitteln Sie einfach und unkompliziert Ihren persönlich günstigsten Gastarif.
Das ist ein klarer Angriff auf die Marktmacht der etablierten Versorger E.On, RWE, Vattenfall und EnBW. Denn das Konzept strebt einen Paradigmenwechsel in der Stromversorgung an. Statt schwerfälliger und ökologisch bedenklicher Kohle- oder Gaskraftwerke entsteht ein flexibles System, in dem sich schwankende regenerative Energien einerseits, steuerbare Öko-Kraftwerke sowie zusätzliche Speichermöglichkeiten andererseits ergänzen.

Kellerkraftwerk für Privathäuser

Doch wie funktioniert das praktisch? Geplant ist, die Mini-BHKW in den Kellern normaler Häuser zu installieren. Für den wirtschaftlichen Betrieb muss der Gasverbrauch allerdings bei mindestens 45.000 Kilowattstunden (kWh) liegen. Die „ZuhauseKraftwerke“ eignen sich also erst für größere und ältere Einfamilienhäuser mit hohem Wärmebedarf, für Zwei- und Mehrfamilienhäuser, für öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten sowie für kleine Gewerbetriebe. Dort sollen die Mini-BHKW dann Wärme für Heizungen und Warmwasserbedarf erzeugen – und bei Bedarf riesige Mengen Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Der sogenannte „SchwarmStrom“ mache so den Weg frei für mehr erneuerbare Energien und den Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom, heißt es bei Lichtblick.

Nach Angaben des Hamburger Energieversorgers muss eine Anlage dank einer thermischen Leistung von 34 kWh nur wenige Stunden am Tag laufen, um den Wärmebedarf eines Gebäudes zu decken. Die Wärme wird gespeichert und kann jederzeit für Dusche oder Heizung abgerufen werden. Die Stromproduktion wird dank zentraler Steuerung dann angeworfen und sofort ins Netz eingespeist, wenn die Nachfrage besonders hoch ist.
Seite 1/2
 
Mini-Blockheizkraftwerke
Seite 1: VW gibt jetzt Häusern Energie
Versenden
Kommentieren
Drucken
auf Facebook teilen
Twittern

Leserkommentare

Name:
E-Mail:

Ziffernfolge hier eingeben:
Überschrift:
Kommentar:
15.11.2009 11:21 Uhr
B. Zumbrink: BHKW sollten Wärme geführt sein
Der entscheidende Fehler bei dieser Philosophie, ist das niemand weiß wohin mit der Wärme. Bis jetzt konnte ich noch nirgendwo dazu was finden, wie Lichtblick die Wärme speichern will. Der Strom soll vor allem dann eingespeist werden, wenn er besonders teuer ist. Das würde dann die Sommermonate treffen, wenn die Kernkraftwerke mit der Leistung runter gehen, weil das Kühlwasser nicht ausreicht. Nur im Sommer hat der private Bereich kaum Wärmeabnahme, wo soll die Wärme gespeichert werden. In Pufferspeichern oder Erdreich? Interessant wäre das vor allem für Hotels, Krankenhäuser oder auch Waschstraßen, weil die eigentlich immer Wärme brauchen. Da muss man sich nur die Frage stellen ob es nicht sinnvoller ist, dass die sich selber ein BHKW anschaffen und dann den Strom auch haben. Nur für denjenigen der wenig investieren will ist das BHKW interessant http://www.ibkammelter.de/blog/heizungen/blockheizkraftwerk/73-bhkw-verbund-von-lichtbl ick-und-vw-soll-megakraftwerk-werden.html
Foto: Nigel Treblin/ ddp ID:3146
Nach Oben
Anzeige
Biallo präsentiert

Hypotheken-Zinsen überall mobil abrufen

Mit der kostenlosen Baufinanzen-App von biallo.de sind Sie jederzeit über alle aktuellen Zinsen zur Baufinanzierung informiert. Probieren Sie es aus.
Mehr Informationen zu dieser App ...
Anzeige
Kolumne von Horst Biallo

Günstiges Geld

Manchmal kommt es ganz dicke: Das Finanzamt fordert eine Steuernachzahlung, das Auto benötigt neue Reifen - und dann geht auch noch die Heizung kaputt. In solchen Fällen kommt man zuweilen nicht drum herum, einen Ratenkredit aufzunehmen. Unter Druck zum nächstbesten Angebot zu greifen, ist aber keine gute Idee. ... mehr
.
© 2012 Biallo & Team GmbH