Wie die Hausnummer soll das neue Effizienzlabel vorne am Gebäude festsitzen und deutlich machen: Dieses Bauwerk besitzt eine besondere energetische Qualität. Gemeinsam mit dem Bundesbauministerium und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die dena das Effizienzhaus-Label entwickelt. Wenn die neue Energieeinsparverordnung für Gebäude – kurz EnEV – am 1. Oktober 2009 in Kraft tritt, soll auch das Qualitätssiegel zu haben sein.
Klarer Effizienz-Hinweis
„Mit dem Label erhalten Bauherren, aber auch Mieter sowie potentielle Immobilienkäufer einen verlässlichen Hinweis, dass der Energiebedarf des jeweiligen Gebäudes sehr niedrig ist“, sagt Axel Scheelhaase von der dena, deren Gesellschafter die Bundesrepublik Deutschland, die KfW Bankengruppe, die Allianz SE, die Deutsche Bank AG sowie die DZ BANK AG sind. Bauträger oder Wohnungsunternehmen wiederum könnten ihre Effizienzhäuser mit dem Siegel besser vermarkten.
Fachmann prüft vor Ort
Was der Blaue Engel für Wohngebäude kostet, ist allerdings noch nicht entschieden. Fest steht: Wer das Siegel an seinem neu gebauten oder sanierten Haus anbringen will, muss die energetische Qualität durch einen Energieausweis in einem von der dena standardisierten Verfahren bestätigen lassen. Das heißt: Ein Fachmann wird vor Ort die Energieeffizienz bewerten müssen. Die Prüfkriterien werden sich an dem bereits bestehenden dena-Gütesiegel „Energieausweis für Wohngebäude“ orientieren. Und das garantiert laut dena einen hohen Qualitätsstandard sowohl bei den Ausstellern der Energieausweise, als auch beim Ausweis selber.
Zwar ist man bei der Deutschen Energie-Agentur davon überzeugt, dass „das neue Energielabel von Verbrauchern und Marktakteuren gut angenommen wird“, sagt dena-Chef Stephan Kohler. Doch ob das markante Siegel an Wohngebäuden so erfolgreich wird wie das Vorbild „Blauer Engel“, bleibt abzuwarten.
1978 kam das erste und damit heute älteste Umweltschutz-Siegel in Deutschland auf den Markt. Etliche umwelt- und verbraucherpolitischer Erfolge hat das Label erzielt – mittlerweile tragen laut Umweltbundesamt rund 10.000 Produkte und Dienstleistungen in 80 Produktkategorien den Blauen Engel.
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