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21.12.2010 08:00

Pelletheizungen

Kosten und Umweltbilanz entscheiden bei Kauf

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Steigende Preise für Gas und Öl haben in den letzten Jahren zu einem Boom alternativer Heizsysteme geführt. Hierzu gehören auch Pelletanlagen. Was spricht für sie, was dagegen?
Alternative Heizformen Pelletheizungen Gaspreise Strompreise Finanzportal Biallo.de
Die Nutzung von Biomasse dürfte in den kommenden Jahrzehnten eine wichtige Rolle spielen bei der Umstellung unserer Energieerzeugung auf eine ökologisch und ökonomisch solide Basis. Und Pelletheizungen könnten eine der Schlüsseltechnologien bei der Bereitstellung von dezentral erzeugter Wärme sein.

Etwa 150.000 dieser Heizungen, die kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl verfeuern, wurden Schätzungen zufolge Ende 2010 in Deutschland betrieben. 2008 waren es noch rund 100.000. Trotz der steigenden Nachfrage sind die Anschaffungskosten noch immer höher als für vergleichbare Gas- und Ölheizungen. Je nach Größe muss man mit 10.000 bis 15.000 Euro rechnen. Einzelöfen fürs Wohnzimmer sind schon für weniger als 5.000 Euro zu haben. Allerdings liegen die Betriebkosten unter denen von fossil betriebenen Heizungen.
Fördergelder vom Staat
 
Bei der Kostenkalkulation muss berücksichtig werden, dass der Staat den Einbau von Pelletheizungen fördert. Je installierter Nennwärmeleistung von fünf bis 100 Kilowatt (kW) gilt: Pro kW gibt es 36 Euro, jedoch mindestens 1.000 Euro bei Pelletöfen, 2.000 Euro bei Pelletkesseln sowie 2.500 Euro bei Pelletkesseln mit einem neuen Pufferspeicher von mindestens 30 Litern pro kW.

Darüber hinaus können Verbraucher neben der Basisförderung einen zusätzlichen Bonus einstreichen, wenn sie gleichzeitig eine thermische Solaranlage installieren (plus 500 Euro) oder auch den Wärmeertrag der Anlage etwa durch Abgaskondensation steigern (plus 500 Euro). Die Förderung wird im Übrigen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abgewickelt.

Unter dem Strich wird die Kalkulation vor allem von den Brennstoffkosten beeinflusst: Je teurer Erdgas und Öl sind, desto eher lohnt sich die Holzfeuerung. Belaufen sich die Preise für die gepressten Stäbchen bei rund 200 Euro, gehen Berater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz davon aus, dass sich Pelletanlagen nach etwa 15 bis 20 Jahren amortisieren. Ende 2010 kostete eine Tonne Pellets laut dem Deutschen Energieholz- und Pelletverband (DEPV) bei einer Liefermenge von drei Tonnen im Schnitt 245 Euro pro Tonne. Der jährliche Brennstoffbedarf für ein Einfamilienhaus liegt bei rund vier Tonnen. 
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Verschieden Heizungsarten


Es gibt zwei Arten von Pelletheizungen: Einzelöfen und Anlagen zur zentralen Energieversorgung, die auch die Warmwasser- und Wärmeversorgung übernehmen können und problemlos mit Solaranlage kombinierbar sind. Einzelöfen liefern zwischen fünf und 15 kW Leistung. Aufgrund der kleinen Vorratsbehälter eignen sie sich jedoch nur für Gebäude mit sehr niedrigem Energiebedarf oder für Etagenwohnungen. Zentrale Anlagen hingegen können ein oder zwei Familienhäuser versorgen. Sie gibt es voll- sowie halbautomatisch. Letztere haben einen kleineren Vorratstank und müssen von Hand befüllt werden.

Für Pellets gibt es bundesweit Lieferanten, die die Holzstäbchen per Tankwagen oder in abgepackten Säcken bringen. Für die Lagerung wird nicht mehr Platz benötigt als bei Tankräumen oder für Ölkessel. Allerdings muss das Lager trocken sein.

Die Umweltbilanz

Neben den Kostenaspekten dürfte vor allem die Umweltbilanz von Pelletanlagen eine Rolle spielen. Ohne Zweifel ist die CO2-Bilanz deutlich besser als bei Kohle, Öl und Gas. Bei der Verbrennung von Holz wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie der Baum zuvor beim Wachstum gespeichert hat. Bei der Pellet-Verbrennung entsteht jedoch Feinstaub sowie Asche. Experten weisen aber darauf hin, dass moderne Heizkessel einen hohen Wirkungsgrad besitzen und sehr emissions- und schadstoffarm verbrennen. Bei einem Einfamilienhaus fallen im Jahr rund 30 Kilogramm Asche an, die im Mülleimer entsorgt werden können.

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