Startseite | RSS | Mobil | Inhalt
Samstag, 11.02.2012 19:35 Uhr
Startseite » Energie » Strompreiserhöhungen
Versenden
Kommentieren
Drucken
auf Facebook teilen
Twittern

Strompreiserhöhungen

Kunden sollten ihre Marktmacht nutzen

02.12.2009 10:40
Von Sabina Fischer
Strompreiserhöhungen Strom Energie Kosten Anbieter Wechsel Finanzportal Biallo.de
Den Stromanbieter zu wechseln ist erheblich einfacher, als viele Verbraucher denken
Politiker und Verbraucherschützer rufen dazu auf – aber noch viel zu wenige Verbraucher wagen ihn: den Wechsel des Stromanbieters. Gerade in Zeiten zahlreicher Preiserhöhungen zum Jahreswechsel – und zum Teil irreführender Begründungen – sollten Verbraucher ihre Macht nutzen und dem zu teuren Anbieter den Rücken kehren.
40 Anbieter haben laut Biallo-Kooperationspartner Verivox bereits eine Strompreiserhöhung für den Jahreswechsel angekündigt. Experten rechnen damit, dass noch weitere Versorger nachziehen werden. Durchschnittlich steigen die Preise um fünf Prozent. Für eine Familie, die im Jahr 4.000 Kilowattstunden (kWh) verbraucht, ist das eine Mehrbelastung von immerhin knapp 50 Euro pro Jahr.

Börsenpreise halbiert

Der Strompreis ist seit dem Jahr 2000 jährlich gestiegen – mittlerweile um 40 Prozent. Begründet wird der Anstieg gewöhnlich mit hohen Beschaffungskosten. Zwar haben sich die Börsenpreise für Strom im Vergleich zum Rekordhoch im Sommer 2008 mehr als halbiert, jedoch haben viele Energieversorger Strom für mehrere Jahre im voraus eingekauft. Verbraucher müssen hier die verfehlte Einkaufsstrategie der Stromkonzerne ausbaden.

“Das Ärgerliche sind nicht einmal nur die Strompreiserhöhungen an sich, sondern auch die Begründungen dafür“, sagt Matthias Kurth, Chef der Bundesnetzagentur, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. „Erneuerbare Energien lassen Strompreis steigen“ betitelte der Stromkonzern Vattenfall kürzlich eine Pressemitteilung und rechtfertigt so seine angekündigte Preiserhöhung in Hamburg im Grundversorgungstarif für Privatkunden um 4,4 Prozent.
Sie suchen einen günstigen Stromtarif?
Mit dem Strom-Rechner ermitteln Sie einfach und unkompliziert Ihren persönlich günstigsten Stromtarif.
Hintergrund: Das Unternehmen verweist auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen fördern soll. Es sichert den Betreibern beispielsweise von Solar- oder Windkraftanlagen feste Einnahmen und ist als Umlage Teil des Strompreises.

Zwei Cent für erneuerbare Energien


Die Bundesnetzagentur hat jedoch ermittelt, dass die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien gerade einmal eine Erhöhung von 0,2 Prozent je Kilowattstunde ausmache. Bei einem Strompreis von rund 20 Cent lassen sich so kaum Teuerungen von im Schnitt fünf Prozent begründen. „Nicht die Erhöhung beträgt zwei Cent, sondern die gesamte Umlage für erneuerbare Energien“, so Matthias Kurth. „Außerdem blenden die Unternehmen aus, dass es auch Kostensenkungen gab.“

Verbraucher sollten nun die Gunst der Stunde nutzen, ungerechtfertigte Preiserhöhungen mit einem Anbieterwechsel kontern und so den Wettbewerb weiter in Schwung bringen. „Jetzt ist die Stunde des Kunden“, sagt Kurth. Habe eine Fluggesellschaft überteuertes Kerosin eingekauft und würde die Mehrkosten an die Passagiere weitergeben, würden diese schließlich auch ihre Tickets bei einem anderen Anbieter kaufen.

Wechselwille wächst

Und tatsächlich steigt der Wechselwille der Verbraucher. Laut einer aktuellen Umfrage der Kölner Marktforscher „YouGovPsychonomics“ möchten mehr als die Hälfte aller Befragten im Alter von 21 bis 50 Jahren den Stromanbieter wechseln.
Seite 1/2
 
Strompreiserhöhungen
Seite 1: Kunden sollten ihre Marktmacht nutzen
Versenden
Kommentieren
Drucken
auf Facebook teilen
Twittern

Leserkommentare

Name:
E-Mail:

Ziffernfolge hier eingeben:
Überschrift:
Kommentar:
Foto: colourbox.com ID:3275
Nach Oben
Anzeige
Biallo präsentiert

Geldanlage-Zinsen überall mobil abrufen

Mit der kostenlosen Geldanlage-App von biallo.de sind Sie jederzeit und überall über die aktuellen Geldanlage-Zinsen informiert. Probieren Sie es aus.
Mehr Informationen zu dieser App ...
Anzeige
Kolumne von Horst Biallo

Günstiges Geld

Manchmal kommt es ganz dicke: Das Finanzamt fordert eine Steuernachzahlung, das Auto benötigt neue Reifen - und dann geht auch noch die Heizung kaputt. In solchen Fällen kommt man zuweilen nicht drum herum, einen Ratenkredit aufzunehmen. Unter Druck zum nächstbesten Angebot zu greifen, ist aber keine gute Idee. ... mehr
.
© 2012 Biallo & Team GmbH