Bei der Oberflächenreinigung benötigen Solarzellen und thermische Solaranlagen im Übrigen vergleichbare Intervalle und Sorgfalt. Denn Fakt ist: Die Selbstreinigung durch Regen, Schnee oder speziell beschichtete Oberflächen verzögert vielleicht die Ablagerung von Schmutz wie Algen, Vogelexkrementen oder Schwefeloxiden durch Abgase. An einer regelmäßigen Reinigung kommen Hausbesitzer dennoch nicht vorbei. Und zwar ganz unabhängig davon, in welchem Neigungswinkel die Anlage steht. Wer in der Nähe von Bahnanlagen, stark befahrenen Straßen, in Städten oder an Industrieterrains Sonnenkraft nutzt, sollte zwei Mal jährlich Solarzellen und Solarkollektoren säubern lassen. In ländlichen Regionen dürfte ein Mal jährlich genügen. Auch ein Blick in die Betriebsunterlagen lohnt. Denn es gibt Modulhersteller, die schreiben vor, wie und mit was genau gewaschen werden sollte.
Die Reinigung sollte unbedingt ein Fachmann erledigen. Hochdruckreiniger sind dabei ebenso tabu wie harte Schrubberbürsten. Auf einem Dach herumturnen, muss natürlich ebenso gelernt sein. Zudem wird mit unterschiedlich warmem, destilliertem Wasser gereinigt. Je nach Verschmutzung setzen Experten verschiedene Spezialprodukte ein. Mit langen Teleskop-Sprühpistolen werden die Flächen dann bearbeitet. Das kostet natürlich. Je nach Größe, Beschaffenheit und Verschmutzung der Anlage können 1,50 bis 3,50 Euro pro Quadratmeter anfallen. Doch die Investition lohnt, wenn die Anlage danach wieder 100 Prozent Wirkungsgrad aufweist.