Ähnlich sieht es bei den Gaspreisen aus. Zwischen dem günstigsten Tarif des Grundversorgers und dem eines anderen Anbieters liegen für die vierköpfige Familie 173 Euro pro Jahr (Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden). Sparpotential gesamt für Gas und Strom: 303 Euro.
Wechsel ist unkompliziert
Den Anbieter zu wechseln, ist einfach: Strom- und Gaspreise vergleichen, Vertrag ausfüllen – und um alles Weitere kümmert sich der neue Anbieter. Natürlich sollte man auf das Kleingedruckte achten, so Verbraucherschützer Lassek: Die Kündigungsfrist sollte möglichst maximal einen Monat betragen, man sollte sich nicht länger als ein Jahr binden und darauf achten, ob bei einem Angebot bereits Bonuszahlungen mit angegeben sind, die lediglich im ersten Jahr anfallen. Auch von Strompaketen, also der Abnahme einer fest vereinbarten, im voraus bezahlten Strommenge, raten Verbraucherschützer ab. Benötigt man weniger Strom, verfällt der Rest, bei einem höheren Verbrauch fällt in der Regel ein vergleichsweise hoher Preis an. Ist ein Anbieter Pleite, ist das bereits gezahlte Geld weg.
Zwar berichtet Lassek davon, dass es in Einzelfällen zu Wechselschwierigkeiten – wie beispielsweise Verzögerungen – gekommen ist. Das Risiko sei aber gering. „Die Versorger sind zur Lieferung verpflichtet“. Es läuft also niemand Gefahr, dass kein Saft aus der Steckdose oder Gas aus der Leitung kommt.