
Strom ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich teuerer geworden
Über 140 Stromanbieter haben zum Jahreswechsel ihre Preise erhöht und weitere werden hinzukommen. Wer nicht gewillt ist, mehr zu zahlen, sollte den Anstieg mit einem Anbieter- oder Tarifwechsel kontern. Denn zwischen dem günstigsten Strom-Tarif des Grundversorgers und dem günstigsten verfügbaren Tarif eines anderen Anbieters liegen durchschnittlich weit über 100 Euro.
Vielen Münchnern ist gerade Post von den Stadtwerken ins Haus geflattert. Das Unternehmen weist darauf hin, dass, nachdem über ein Jahr der Strompreis konstant gehalten werden konnte, zum 1. März eine Anpassung erforderlich sei. Zwar konnte der Grundpreis gesenkt werden, die Arbeitspreise müssten jedoch vor allem wegen der gestiegenen gesetzlichen Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) leicht erhöht werden. Für einen Vier-Personen-Haushalt steigt der Preis im Tarif M-Strom-Kompakt damit um 3,7 Prozent.
Das kennen die meisten Deutschen. Denn der Strompreis kannte in den vergangenen Jahren vorwiegend eine Richtung - nach oben. Während eine vierköpfige Familie laut Energieportal Verivox 2004 im Grundtarif durchschnittlich 716 Euro bezahlen musste, sind 2010 nun 949 Euro fällig (Verbrauch von jährlich 4.000 Kilowattstunden).
Beim Versorger bleiben und trotzdem sparen
Einen Tipp, um seinen Geldbeutel trotzdem zu schonen, geben die Stadtwerke München selbst: Kunden könnten in einen preiswerteren Tarif wechseln. Mit dem M-Strom-Internet zahlt beispielsweise eine vierköpfige Familie mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden statt 912,26 Euro im Grundtarif dann 804,34 Euro. Ganz so günstig ist es aber dauerhaft nicht, denn im ersten Jahr wird ein Bonus von 50 Euro gutgeschrieben, der in der Berechnung bereits berücksichtigt wurde. Der Wechsel kann innerhalb weniger Minuten online vollzogen werden. Aufträge, Rechnungen und Kundendaten verwalten die Kunden fortan per Internet.
Wem es nicht auf einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort ankomme, könne bei seinem Versorger nach einem Online-Tarif fragen, so Peter Lassek von der Verbraucherzentrale Hessen: „Hierbei wird beim Service eingespart und der Preisvorteil an den Kunden weitergegeben“.