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20.06.2011 17:23

Strom-Billiganbieter Wie Kunden auf die Teldafax-Insolvenz reagieren können

von und
Ausbleibende Erstattungen von Vorauszahlungen und die Kündigungen durch Netzbetreiber haben die massiven Probleme des Strom-Anbieter Teldafax offenbar werden lassen. Jetzt hat Teldafax Insolvenz angemeldet und stellt die Energielieferung ein.
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Teldafax - Geld für Fußballspieler, aber nicht für Kunden
Auch der Einstieg des Finanzinvestors Prime Mark Financial Group mit Sitz in Zypern half Teldafax nichts. Das Troisdorfer Unternehmen, das sich mit 500 Millionen Euro Umsatz und rund 600 Mitarbeitern als größter unabhängiger Energieanbieter Deutschlands bezeichnet, hat nach Angaben der Anwaltskanzlei White & Case jetzt beim Amtsgericht Bonn Insolvenz angemeldet. Als vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht den Rechtsanwalt Biner Bähr bestellt, der Partner bei White & Case ist.  
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Seit November habe laut Handelsblatt die Staatsanwaltschaft Bonn wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung gegen das Unternehmen ermittelt. Verbraucher, die Teldafax drei- bis vierstellige Vorauszahlungen geleistet haben und nach Kündigung des Vertrages auf die Erstattung warten, dürften dies mit Argwohn verfolgt haben. Dies umso mehr, da das Troisdorfer Unternehmen andererseits seinen Zahlungsverpflichtungen als Sponsor gegenüber dem Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen stets nachgekommen war. „Zu Zahlungsschwierigkeiten zwischen Bayer 04 Leverkusen und Teldafax kam es nie“, sagte Teldafax-Sprecher Thomas Müller gegenüber biallo.de noch im April.

Vertrag mit Bayer Leverkusen vorzeitig aufgelöst

Erst kürzlich wurde der ursprünglich bis 2013 laufende Vertrag vorzeitig gelöst. Er soll nach Schätzungen mit etwa sechs Millionen Euro dotiert gewesen sein, was Verbrauchern, die auf die Erstattung ihrer Vorauszahlungen warten, wie Hohn vorkommen muss. "Teldafax hat im Markt in den letzten Monaten viel Vertrauen verloren. Das macht Lösungen nicht einfacher", so der vorläufige Insolvenzverwalter Bähr.

Tipp: Wegen der Kundennachfragen wurde inzwischen eine Telefon-Hotline zum Stand des Insolvenzverfahrens geschaltet, die unter diesen Bonner Telefonnummern zu erreichen ist: 0228/702 -1908, - 1909, - 2216, - 2217.

Verbraucherschützer haben unterdessen eine strengere Aufsicht der Stromanbieter gefordert. "Es kann nicht sein, dass Anbieter mit Dumpingpreisen werben, Vorkasse verlangen und die Verbraucher anschließend im Regen stehen", so Gerd Billen, Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen.
Nie Vorkasse-Tarife wählen

In dem Strom-Vergleichsrechner von biallo.de und Verivox war der Anbieter schon länger nicht mehr gelistet. Verbraucher sollten nicht nur aus dem aktuellen Anlass der Teldafax-Pleite bei der Suche nach einem Stromanbieter ungünstige Voreinstellungen in einem Vergleichsrechner, wie Vorauszahlungen oder Kautionszahlungen generell ausschließen, worauf biallo.de regelmäßig hinweist. Wir haben die Voreinstellungen der für Verbraucher ungünstigen Merkmale wie etwa Vorkasse in unserem Stromtarif-Rechner daher unterdrückt.

Teldafax-Kunden können nun kündigen

Nachdem Teldafax angekündigt hat, die Strom- und Gaslieferung einzustellen, können Kunden nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ihren Vertrag kündigen. Dazu stellt die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite einen Musterbrief zur Verfügung. Allerdings weist sie darauf hin, dass es sinnvoll sein könne, mit der Kündigung noch abzuwarten, wenn eine größere Vorauszahlung geleistet wurde – in der Hoffnung, dass die Lieferung in Kürze wieder aufgenommen werde.

Nach der Kündigung können Kunden zu einem anderen Anbieter wechseln. Teldafax muss eine Abrechnung schicken. Dass noch Guthaben erstattet wird, halten Experten für nicht sehr wahrscheinlich. "Es bleibt Ihnen leider nichts übrig, als nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ihre Ansprüche bei Gericht anzumelden. Sie werden jedoch vermutlich – wenn überhaupt - nur eine geringe Quote erhalten", ist auf der Internetseite der Verbraucherzentrale NRW zu lesen.

Weiterhin raten die Verbraucherschützer, dass mit dem Ende der Stromlieferung der Zählerstand dokumentiert werden solle. Nach der Kündigung müsse nicht mehr an Teldafax gezahlt werden. Daueraufträge sollten entsprechend gekündigt und Einzugsermächtigungen widerrufen werden. Beim Lastschriftverfahren können übrigens Zahlungen der letzten sechs Wochen zurückgebucht werden.

Nicht von neuerlichem Anbieterwechsel abhalten lassen


Mit dem Ende der Stromlieferung durch Teldafax werden Kunden automatisch vom örtlichen Grundversorger beliefert. Das ist jedoch in der Regel teurer. Trotz der negativen Erfahrung mit Teldafax empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW in einen günstigeren Tarif des Grundversorgers oder zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Der Stromrechner von Biallo.de gibt einen stets aktuellen Überblick über die regional verfügbaren Tarife. Der Anbieterwechsel in drei Schritten:

1. Entscheidung treffen

Hat man einen oder mehrere in Frage kommende Anbieter gefunden, sollte man deren Vertrag und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen anfordern. Oft ist dies bereits über den Vergleichsrechner möglich. Dann heißt es selbstverständlich, genau das Kleingedruckte studieren. Tarife mit Vorauskasse und Kautionen sollten Tabu sein und einmalige Boni nicht überbewertet werden. Die Vertragslaufzeit sollte nicht länger als ein Jahr sein und die Kündigungsfrist bestenfalls lediglich einen Monat betragen. Von Vorteil ist eine Preisgarantie für eine Weile. Dabei sollte man jedoch darauf achten, worauf sich diese Garantie bezieht: Sind möglicherweise Steuern und Abgaben ausgenommen?

2. Vertrag ausfüllen

Ist die Entscheidung getroffen, schließen Sie den neuen Vertrag ab und erteilen dem neuen Anbieter eine Vollmacht, damit er den alten Tarif kündigen kann - sofern dies nicht nun schon geschehen ist. Benötigt wird der Name des alten Versorgers, Zähler- und Kundennummer sowie der Verbrauch des letzten Jahres. Der neue Anbieter sollte eine konkrete Zusage machen, wann die Stromlieferung beginnt.

3. Arbeiten lassen

Um alles Weitere kümmert sich der neue Anbieter. Sie brauchen nur noch abzuwarten, bis der Tarif umgestellt wird.
Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
15.06.2011 20:08 Uhr - von uwe999
geiz und risiko
also, wer 25-30% spart, dem ist doch ein gewisses risiko bewusst. also nicht meckern ... viele haben spätestens anfang des jahres auf quartalsweise vorauszahlung umgestellt. das wurde von teldafax nicht angemahnt und dann ist die ganze sache doch okay. oder?
03.04.2011 10:45 Uhr - von Manfred
Teldafax u. seine Machenschaften
Es gab einmal einen kleinen Endverbraucher der wollte Strom sparen.Er ging in das Internet-Portal Verivox und fand als den ersten günstigsten Anbieter Teldafax.Da die Firma mit dem seriösen Fußballverein Bayer-Leverkusen Werbung machte dachte er hier ist alles In Ordnung. Allerdings mußte er eine Jahresvorauszahlung leisten. Was er nicht wußte, daß Teldafax bereits einmal in Insolvenz ging und zwar hatte das Unternehmen mit Heerscharen von selbständigen Handelsvertetern Telefonkunden mit seinen Handygebühren angelockt und auch dort nur abkassiert. Nun wundert sich der kleine Endverbraucher daß er wieder die Zeche zahlen soll weil er seine Vorauszahlungen nicht zurückbezahlt bekommt. Bayer-Leverkusen ist anzuraten sich schnellstens von seinem Sponsor zu trennen, um nicht auch in die Negativ-Schlagzeilen, nach einer vorhersehbaren Insolvenz, zu geraten
02.04.2011 12:04 Uhr - von Ursula
Teldafax die Abzocker
wen wundert es. Teldafax geht demnächst in Insolvenz garantiert. Die Herren haben das vor Jahren schon bei der Handysparte getan erst alle abkassieren und sich dann aus dem Stabe machen
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