Versorger müssen schneller handeln
Für Verbraucher ist das eine gute Nachricht. Denn der Übergang zu einem neuen Strom- oder Gaslieferanten zog sich in der Vergangenheit häufig zwei bis drei Monate hin. Gerade diese sehr lange Dauer sorgte häufig für Ärger und Unsicherheit. Folge: Statt Kostenvorteile durch günstige Anbieter zu nutzen, haben nach wie vor viele Haushalte beispielsweise die teuren Grundversorgungstarife der örtlichen Vorsorger. Die bislang gültigen
Regeln zum Anbieterwechsel machten es den Stadtwerken und den Branchenriesen RWE, Eon, Vattenfall und EnBW allerdings auch einfach. So gab es sogenannte starre Fristen, die dafür sorgten, dass die Belieferung eines neuen Kunden erst zum Ersten eines Kalendermonats aufgenommen werden musste. „Zudem wurde der Wechsel blockiert, wenn der bisherige Lieferant, etwa wegen Problemen bei seiner Datenverarbeitung, die für ihn geltenden
Fristen beim Wechselprozess nicht einhielt“, sagt Matthias Kurth.