Zudem gibt es weitere Vorwürfe gegen das in Heidelberg ansässige Vergleichsportal: Verivox habe bereits 2009 von den Zahlungsschwierigkeiten von Teldafax gewusst, zitiert die Financial Times Deutschland einen früheren Teldafax-Manager, der diese Aussage eidesstattlich versichert. Dennoch sei Teldafax weiter in dem Stromrechner gelistet worden, so dass laut Handelsblatt bis zu 10.000 Kunden pro Monat von Verivox an das Troisdorfer Pleiteunternehmen vermittelt worden seien, das durch die Vorauszahlungen der Neukunden ein „Schneeballsystem“ am Laufen hielt.
Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs und der Insolvenzverschleppung. Der Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges ergebe sich, so der Bonner Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel, daraus, dass dennoch weiterhin
Stromlieferungsverträge gegen Vorkasse geschlossen wurden, um die mit den Verträgen einhergehenden Vorauszahlungen der Kunden zu vereinnahmen. Ist ein Betrug gewerbsmäßig, reicht die Strafdrohung von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.