Anleger, die
Aktien und Aktienfonds über einen längeren Zeitraum im Bestand halten sind erfolgreicher als unstete und wechselhafte Börsianer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Fondsgesellschaft Fidelity International. Als Hauptgrund für das bessere Abschneiden haben die Analysten allzu häufig vergebene Kurschancen ausgemacht. Anleger, die nach dem Verkauf ihrer Wertpapiere auf eine stabile Aufschwungphase warten, um wieder einzusteigen, verpassen in der Regel die profitabelsten Handelstage – mit fatalen Folgen.
Die
größten Wertsteigerungen spielen sich meist innerhalb weniger Tage ab – und zwar kurz vor oder nach einem Kursrückgang. Wann genau das passiert, ist allerdings nicht vorhersehbar. „Anleger riskieren Verluste, wenn sie angesichts fallender Kurse in Panik geraten, ihre Anteile überstürzt verkaufen und schließlich im darauf folgenden Aufschwung zu spät wieder einsteigen“, sagt Christian von Engelbrechten, Manager des Fidelity
Germany Fund (LU0261948227). Für Privatanleger sei es fast unmöglich, jeweils den richtigen Zeitpunkt für den optimalen Börsen Ein- und Ausstieg zu erwischen.