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04.02.2010 13:51 Uhr
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Aktienanlage

Bis zu 1.800 Prozent Zuwachs

Von Max Geißler
Boerse Aktien Aktienanlage Börsencrashs 1.800 Prozent in den letzten zehn Jahren Finanzportal Biallo.at
Zwei herbe Börsencrashs im vergangenen Börsenjahrzehnt haben tiefe Spuren in den Depots vieler Anleger hinterlassen. Dennoch waren mit einzelnen Titeln stolze Gewinne zu erzielen. Zwei Dax-Unternehmen befinden sich unter den Top-Ten.
Die Börsenkrise um die Jahrtausendwende und die jüngsten Kursabstürze aufgrund der schweren Rezession brachten viele Aktien- und Fondssparer um ihre mühsam erkämpften Gewinne. Betrachtet man den deutschen Leitindex Dax, so stellt man schnell fest, dass dessen Wertentwicklung vom 31. Dezember 1999 bis 31. Dezember 2009 ein Minus von gut zehn Prozent aufweist. Wer also vor zehn Jahren in einen Indexfonds auf den Dax investiert hat, der steht heute mit Verlust da.
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1.000 Prozent waren drin

Käufer von Einzelaktien konnten hingegen mehr Glück haben, vorausgesetzt sie investierten in den richtigen Wert. Spitzenreiter unter den deutschen Aktien ist laut einer Analyse der Hamburger Research-Agentur SRH, die im Auftrag der Börse Hamburg-Hannover durchgeführt wurde, der TecDax-Wert Solarworld. Das Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien schaffte in der letzten Dekade ein Kursplus von 1.814 Prozent. Eine Überraschung folgt auf Platz zwei: Das Modeschmuck-Unternehmen Bijou Brigitte erzielte ein Kursplus von 1.381 Prozent. Auf Platz drei folgt das fränkische Sportbekleidungsunternehmen Puma mit 1.280 Prozent Kursgewinn. Unter den Top-Ten der deutschen Aktien befinden sich nur zwei Dax-Werte: K+S mit 1.105 Prozent auf Platz vier und Salzgitter mit 628 Prozent auf Platz sechs.
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Betrachtet man die Unternehmen nach ihrer Größe, ist die starke Performance der mittelgroßen Gesellschaften auffällig. Die meisten Spitzenperformer (17) kommen aus dem MDax, gefolgt von 13 aktuellen Werten aus dem Dax. „Erstaunlich ist, dass acht Titel zu den Top-Performern zählen, die aktuell in keinem der großen deutschen Börsenindizes gelistet sind“, erklärt Oliver Drebing von der SRH AG. Dazu zählen neben Bijou Brigitte, der Recycling-Spezialist Interseroh, der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB und die Hamburger Weinhandelsgruppe Hawesko. „Es lohnt sich also, auch abseits der bekannten Pfade nach chancenreichen Aktien zu schauen“, so Drebing.

Bescheidenes, aber sicheres Plus bei Festgeld


Interessant ist der Vergleich mit einer Festgeldanlage. Wer vor zehn Jahren Sparbriefe mit zehnjähriger Laufzeit erwarb, erhielt bei vielen Banken sechs Prozent Zinsen, teilweise auch mehr. Eine Geldanlage über 10.000 Euro hätte bei einer Verzinsung von sechs Prozent im Verlauf der letzten Dekade ein Endergebnis von 17.908 Euro erbracht. Die Gesamtrendite beliefe sich auf 79,1 Prozent. Den gleichen Betrag in die Puma-Aktie investiert, so wäre man heute stolzer Besitzer von 138.000 Euro! Risiko kann sich also lohnen – allerdings sollte man stets nur einen mühelos verkraftbaren Betrag riskant anlegen. Negative Börsenbeispiele gibt es schließlich zuhauf.

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