Aktie als Direktanlage nach wie vor wenig beliebt
Die Zahl der Privataktionäre ist im internationalen Vergleich allerdings nach wie vor gering. Laut Aktieninstitut hielten im ersten Halbjahr 2009 knapp 3,4 Millionen Deutsche Aktien in ihren Depots. Das sind gerade mal 5,2 Prozent der über 14-jährigen Bundesbürger. In Ländern wie den USA, Niederlande oder Japan erreicht die Zahl der Aktionäre dagegen bis zu 30 Prozent. „Gegenüber anderen Ländern gibt es viel zu wenig Aktionäre in Deutschland“, kritisiert DAI-Chef Rüdiger Rosen. Grund hierfür seien unter anderem „schlechte steuerliche Rahmenbedingungen, etwa durch die Einführung der Abgeltungsteuer“. Einen Lichtblick hat Rosen aber ausgemacht: Jüngere Aktionäre sind wieder auf dem Vormarsch. „Die Zahl der Aktienbesitzer in der Gruppe der unter 40-jährigen hat jüngst um über fünf Prozent zugenommen“, freut sich Rosen. Außerdem sei die Zahl der indirekten Aktienbesitzer, also der Sparer, die Aktienfonds in ihren Depots halten, deutlich gestiegen. Im ersten Halbjahr 2009 waren nach DAI-Berechnungen fast fünfeinhalb Millionen Anleger in Aktienfonds investiert.
Aktienfonds profitieren von Börsenhausse
Der jüngste Zulauf bei Aktienfonds ist vor allem ihrer überzeugenden Performance seit Anfang des Jahres geschuldet. So konnten Dax-Fonds binnen Jahresfrist zwischen 40 und 50 Prozent zulegen. Spitzenreiter der
Top-Ten-Fonds auf biallo.de in der Kategorie Aktienfonds Deutschland ist aktuell der Pioneer Investments German Equity mit einem einjährigen Wertzuwachs von 53 Prozent, dicht gefolgt vom Allianz RCM Aktien Deutschland mit 52 Prozent und dem DWS Zürich Invest Aktien Deutschland mit 51 Prozent Jahresgewinn. Ähnliches Bild bei
Nebenwerten: In diesem Segment überragt der UniDeutschland XS mit über 90 Prozent Zuwachs auf Jahressicht die anderen Fonds um Längen. An zweiter Stelle folgt der UBS Small Caps Germany mit 54 Prozent Wertgewinn sowie der Credit Suisse Small&Mid Cap Germany mit 53 Prozent.