BRIC: Die wohl bekannteste Länderkombination für Schwellenländerfonds versteckt sich hinter dem Kürzel BRIC. Die Abkürzung steht für die Anfangsbuchstaben der Länder Brasilien, Russland, Indien und China. Urheber des Kürzels ist der amerikanische Investmentbanker Jim O’Neill, der es 2001 in den Markt einführte. BRIC-Fonds setzen vorrangig auf Aktien der vier größten Schwellenländer, die rund 40 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren und die mehr und mehr das Wachstumstempo der Weltwirtschaft mitbestimmen. Beispiele für erfolgreiche Fonds sind der ISI
BRIC Equities (ISIN DK0016284888), für den die
Biallo Topfonds-Liste „Emerging Market/BRIC“ eine Fünfjahresrendite von 6,6 Prozent ausweist. Weitere Beispiele sind der
KBC Equity Fund BRIC (ISIN BE0946137966) mit einer Rendite von 4,0 Prozent, der
Dexia Equity B BRIC (ISIN BE0948469037) mit einem Zehnjahreszuwachs von über acht Prozent p.a. sowie der
DWS Invest BRIC Plus (ISIN LU0210301635) mit einer Dreijahresrendite von über zwanzig Prozent.
BRICK: Fonds mit diesem Kürzel setzen nicht etwa auf Hersteller von Ziegelsteinen oder Baustoffen. Vielmehr handelt es sich um die zuvor genannten BRIC-Staaten ergänzt durch (Süd-)Korea. Südkorea gehört längst zu den etablierten Industrienationen der Welt, verzeichnet aber – anders als die westlichen Industrieländer – deutliche höhere Wachstumsraten und liegt zudem in einer typischen Schwellenländer-Region. Insofern passt das Land sehr gut zum BRIC-Konzept. In seltenen Fällen steht das K im Fondsnamen nicht für Korea, sondern für Kazachstan. Hierbei wird Kazachstan in der Rolle als großer Energielieferant gewürdigt sowie als geopolitisches Bindeglied zwischen Asien und Europa. Beispiele für BRICK-Fonds mit koreanischer Beteiligung sind der ESPA Stock BRICK (ISIN AT0000506324, Dreijahresperformance 19,8 Prozent) oder der AXA World Funds Framlington Talents Brick (ISIN LU0227146197, Dreijahreszuwachs 28 Prozent).
BRIICS und BRICSAM: Diese Fondskonzepte greifen etwas weiter, denn sie umfassen neben den etablierten Schwellenländern, weitere, auf dem Sprung stehende Nationen. So steht das zweite "I" für Indonesien, das "S" für Südafrika und das "M" für Mexiko. Alle genannten Länder zeichnen sich durch meist überdurchschnittliche Zuwachsraten und vergleichsweise liberale marktwirtschaftliche Strukturen aus. Das Kürzel "A" symbolisiert kein einzelnes Land, sondern repräsentiert die Gruppe der ASEAN-Staaten. Dabei handelt es sich um den Verband Südostasiatischer Nationen, denen neben Thailand, Indonesien, Malaysia, den Philippinen und Singapur auch Vietnam, Laos, Kambodscha und Myanmar angehören. Zusammen mit Hong Kong und Taiwan führen diese Länder auch die Bezeichnung Tigerstaaten. Speziell auf diese Länderkürzel abgestimmte Fonds finden sich derzeit nicht, wer in solche Fonds investieren möchte, der wird entweder in der
Biallo-Topfonds-Tabelle "Emerging Markets / BRIC" fündig
oder in der Tabelle "Asien".