Die Comdirect rangiert beim Produktangebot mit 116 ETFs nahezu gleichauf, bei den Konditionen für Sparpläne ist sie aber günstiger und verlangt 1,5 Prozent, maximal 4,90 Euro pro Wertpapierkennnummer. Folglich kostet ein Auftrag über 100 Euro nur 1,50 Euro. Allerdings gibt es dort derzeit keine Kostenlos-Aktionen.
Anders sieht das wiederum beim Sparkassenbroker aus. Er bietet Zugang zu knapp 70 ETF-Sparplänen, die Produkte des Anbieters ETF-Lab aus der Sparkassenorganisation gibt es gebührenfrei. Bei anderen Produkten werden 2,5 Prozent des Auftrags fällig, macht also 2,50 Euro für eine 100-Euro-Order.
Günstiger ist es bei Cortal Consors mit 55 ETF-Sparplänen im Angebot. Hier kostet ein Auftrag 1,5 Prozent, bei ETCs werden 1,75 Prozent, mindestens aber 2,50 Euro fällig.
Ein noch schmales Angebot hat die
ING-Diba mit acht ETFs, allerdings handelt es sich um Produkte auf sehr gängige Indizes, so dass wichtige Anlegerbedürfnisse abgedeckt werden. Ein Auftrag kostet hier 1,75 Prozent vom Ordervolumen, sprich 1,75 Euro für einen 100-Euro-Auftrag.
Bei allen genannten Brokern kostet die Verwahrung von ETF-Sparplänen keine Depotgebühr. Anders sieht das aus beim Anbieter Augsburger Aktienbank (AAB), die schwerpunktmäßig mit Vermittlern zusammenarbeitet, aber auch Privatanlegern als Kunden offen steht. Ein Sparplandepot kostet bei der AAB 19,90 Euro pro Jahr, ein reguläres Depot 39,80 Euro. Das Institut bietet 25 DB-X-Trackers ETF im Sparplan an. Orders dafür werden allerdings nur an zwei fixen Terminen pro Monat ausgeführt - und zwar außerbörslich im Block direkt über die Deutsche Bank in London. Börsenspesen und Ordergebühren fallen daher weg. Der Kunde bekommt die ETF-Anteile sogar zum Net Asset Value (NAV) eingebucht und nicht wie an der Börse zum Ankaufskurs. Er zahlt lediglich die sogenannten Additional Trading Costs, die je nach Marktlage und Produkt nur wenige Basispunkte betragen. Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, fährt hier sehr günstig.
Rabattaktionen werden zunehmen
Da sich immer mehr Privatanleger für ETFs interessieren, ist zu erwarten, dass der Wettbewerb bei den Sparplankonditionen anhalten wird. Außerdem dürften die Rabattaktionen, die von den ETF-Anbietern gesponsert werden, um ihre Produkte bekannter zu machen, eher noch an Breite gewinnen. Preise zu vergleichen bleibt daher weiterhin ein wichtiges Gebot beim Sparplankauf.
Tipp: Es ist davon auszugehen, dass die
Onlinebroker ihre Rabattaktionen, die von den ETF-Anbietern gesponsert werden, ein Weilchen weiterführen werden. Preise zu vergleichen bleibt trotzdem wichtig, um den einen oder anderen Euro bei den Gebühren zu sparen.