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09.04.2009 08:00

Flexible Geldanlagen

Zinsplus mit ausgewählten Tagesgeldern und Geldmarktfonds

von
Geldanlage flexibal Fonds Geldmarktfonds Tagesgeld Finanzportal Biallo.de
Die Zinsen für flexible Geldanlagen sind auf Talfahrt. Besonders deutlich wird dies an der Tagesgeldanleihe des Bundes, deren Verzinsung nur noch 0,85 Prozent beträgt. Welche Alternativen bieten sich an?
Die Europäische Zentralbank hat den Euro-Leitzins auf 1,25 Prozent gesenkt – so tief wie noch nie. Der Zinsrückgang zeigt Wirkung bei vielen Sparprodukten. So sankt die Verzinsung der Tagesgeldanleihe des Bundes inzwischen unter einem Prozent, der Biallo-Index für Tagesgeld ging auf unter zwei Prozent zurück. Alternativen im Bereich flexibler Geldanlagen sind derzeit rar. Anleger, die sich nicht mit der erst besten Offerte ihrer Hausbank zufrieden geben, finden aber immer noch ausgewählte Topzinsangebote bei Tagesgeldkonten. Eine Alternative dazu sind Geldmarktfonds, allerdings sollte man die Fonds genau prüfen und Fondskosten gering halten.


Tagesgeldkonto: Drei Prozent sind drin

Beim Tagesgeld müssen Anleger zwischen Angeboten für Neukunden bzw. frisch zugeführtem Geld und Bestandskunden unterscheiden. Spitzenreiter für neue Tagesgeldeinlagen sind derzeit Comdirect und ING-Diba, die für frisches Geld bzw. für neue Kunden jeweils vier Prozent Guthabenzins zahlen. Für Bestandskunden lohnt der Verbleib bei der Credit Europe Bank und der Garanti Bank International. Die holländischen Geldinstitute zahlen für bestehende Einlagen rund drei Prozent Zinsen bei 100.000 Euro Einlagensicherung pro Person.

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Geldmarktfond: Auf das Fondskonzept kommt es an

Geldmarktfonds sind genauso flexibel wie Tagesgelder: Anleger können täglich über ihre Einlage verfügen. Das Fondsvermögen fließt in Bankguthaben, Festgelder, Devisen und kurzlaufende Anleihen. Vorteil: Klassische Rentenpapiere sind schwankungsarm und können bei fallenden Kapitalmarktzinsen Kursvorteile erzielen. Grund: Sinken die Zinsen, steigen die Kurse festverzinslicher Anleihen und damit auch der Kurs des Fonds.
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Allerdings gelingt es nicht jedem Fondsmanager die an sich wertstabilen Fonds gut durch Börsenturbulenzen zu schleusen. Ursache dafür ist der verstärkte Einsatz von riskanten Anleihen, um die Rendite zu hebeln. Diese Asset Backed Securities (ABS) sind Anleihen, die Kredite handelbar machen. Und genau dies wurde vielen Geldmarktfonds zuletzt zum Verhängnis. Mit dem Platzen der Immobilienblase in Amerika und Teilen Europas verloren viele Kreditportfolios kräftig an Wert, ebenso die angeknüpften ABS. Geldmarktfonds, die stark in diese Papiere investiert sind, mussten teils kräftige Verluste hinnehmen. Zweistellige Kursrückgänge fuhren beispielsweise der Deka Euro-Flex Plus ein, ebenso der Pioneer Euro Geldmarkt Plus oder der SEB MoneyMarket-Fonds.
Wer Geld in Tagesgeldfonds anlegen möchte, sollte also aufpassen, in welche Papiere der Fonds investiert – riskante ABS sollten auf keinen Fall dabei sein. Dass mit konservativer Anlagestrategie durchaus attraktive Gewinne zu erzielen sind, zeigt die Tabelle. Gute Geldmarktfonds erwirtschafteten im letzten Jahr zwischen vier und sechs Prozent Rendite.

 
Krisenfeste Euro-Geldmarktfonds
Name ISIN Performance 1 Jahr Rating Morningstar Regulärer Ausgabeaufschlag
3 Banken Short Term Eurobd Mix AT0000838602 6,3 % ***** 1 %
CAAM-Dynarbitrage Volatility LU0228157250 5,8 % **** 0,0 %
Parvest-Dynamic Eonia Premium LU0221145732 5,7 % ***** 0,0 %
OP FX Opportunities(Euro) DE000A0EAWJ5 4,8 % --- 1,5 %
AL Trust Euro Cash DE0008471780 4,4 % **** 0,0 %
DJE – InterCash (Euro) LU0159549814 4,4 % ***** 0,5 %
ESPA Cash Euro-Plus AT0000858105 4,3 % ***** 0,75 %
Generali Investm.-Euro Liquid. LU0145485214 4,2 % ***** 0,0 %
Quelle: Comdirect, Stand: 8.4.09

Kosten vermeiden

Ein Nachteil von Geldmarktfonds gegenüber Tagesgeldern sind die Gebühren. Während Tagesgeldanleger für Sparer keine Kosten verursachen, schmälern Kauf- und Aufbewahrungskosten den Nettoertrag bei Fonds. Immerhin: Geldmarktfonds ohne Ausgabeaufschlag sind keine Seltenheit, wie die Tabelle zeigt. Wer einen aufschlagfreien Fonds erwirbt, stärkt von vornherein die Renditeaussichten. Doch nicht nur der Fonds kann auf die Verkaufsgebühr verzichten, sondern auch die Bank. Um zu überprüfen, ob eine Bank Rabatt auf den Ausgabeaufschlag gewährt, genügt ein Blick in den Biallo-Fondskaufrechner. Dieser zeigt erstens, welche Bank den Fonds mit Rabatt anbietet und zweitens wo er kostengünstig aufzubewahren ist.

Vor allem Direktbanken gewähren häufig kostenfreie Depots. Ist bereits ein Depot vorhanden, kann man die Fonds-Anteile quasi zum Nulltarif dazu legen. Extra ein Depot zu eröffnen, dass zusätzlich Kosten verursacht, erscheint für Geldmarktfonds nicht sinnvoll. In diesem Fall dürfte das Zwischenparken des Kapitals auf einem kostenfreien Tagesgeldkonto gewinnbringender sein.
 
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