So legte der Ölpreis der Sorte Brent binnen Jahresfrist um knapp 30 Prozent zu, die Metalle Blei, Nickel und Kupfer stiegen um über 60 Prozent. Anleger, die vom konjunkturellen Aufschwung profitieren wollen, haben mit Rohstofffonds derzeit beste Karten.
Einen herausragenden Aktienfonds managt Petra Kühl von Allianz Global Investors. Der Allianz RCM Rohstofffonds A (ISIN DE0008475096) setzt vorrangig auf bodenschatzbezogene Unternehmen, wie Minen- und Ölförderwerte. Die weltweit operierenden Konzerne suchen und fördern Rohstoffe und bereiten sie zur weiteren Verarbeitung auf. Zu den aktuellen Top-Holdungs zählen unter anderem die Weltmarktführer Rio Tinto, BHP Billiton und Arcelormittal. Durch eine breite Streuung in Rohstofftitel rings um den Globus versuchen die Fondsmanager einerseits unterschiedliche Gewinnchancen zu nutzen und andererseits Risiken zu mindern.
Stärken: Das Fondskonzept verspricht vor allem in Boomphasen satte Erträge. So erreicht der Wertgewinn binnen Jahresfrist fast 85 Prozent und liegt damit deutlich über den Zuwächsen vieler Rohstoffindizes. Zudem spricht die lange Erfahrung mit Rohstoffakten für den Fonds und das Fondsteam. Seit immerhin 26 Jahren feilen die Fondsmanager am Fondskonzept. Der Zuwachs an Erfahrung zahlt sich aus: Während die Gesamtrendite seit Auflage moderate 5,5 Prozent beträgt, konnte sie in den vergangenen zehn Jahren – trotz zweier Börsencrashs – auf 9,3 Prozent gesteigert werden. Positiv: Die Managementgebühren gehören mit 1,4 Prozent zu den günstigsten am Markt.
Schwächen: Der Fonds schwankt sehr stark. Kündigt sich ein konjunktureller Abschwung an, sollten Anleger rechtzeitig Anteile verkaufen und das Kapital in sichere Häfen umschichten. Die Fondsbewertungen durch Ratingagenturen fallen bislang dürftig aus. Lipper vergibt nur zwei von fünf möglichen Häkchen, Morningstar drei von fünf möglichen Sternen.
Fazit: Der Fonds ist ein attraktives Spekulationsobjekt. Angesichts des gegenwärtigen Wirtschaftsaufschwungs sind weitere Kurszuwächse zu erwarten. Sicherheitshalber sollte man jedoch nur geringe Teile seines Anlagekapitals einsetzen.
Tipp: Langfristsparer können den Fonds auch als Sparplan erwerben. Unser
Fondskaufrechner zeigt, dass die Anteile derzeit bei verschiedenen Banken mit Rabatt erhältlich sind – bei
ING-Diba mit 100 Prozent Preisnachlass, bei
S-Broker mit 70 Prozent und bei
Comdirect mit 50 Prozent.