Während der Fonds im Crashjahr 2008 mehr als die Hälfte seines Wertes verlor, konnte er mit dem Konjunkturaufschwung in den darauffolgenden beiden Jahren seinen Wert mehr als verdoppeln. Da die Preisentwicklung bei Rohstoffen über längere Zeiträume gesehen einen kontinuierlichen Aufwärtstrend zeigt, profitieren nicht nur Kurzfristspekulanten, sondern auch langfristig orientierte Anleger von attraktiven Wertzuwächsen.
Das Konzept des
Carmignac Commodities A überzeugt durch seine breite und flexible Anlagestrategie: Neben Gold und Edelmetallen setzen die Manager der französischen Fondsgesellschaft Carmignac Gestion auf Industriemetalle, Erze, Energieträger und Agrarrohstoffe. Die Unternehmen beschäftigen sich mit dem Abbau, der Förderung, der Anreicherung und/oder der Verarbeitung von Rohstoffen sowie mit der Erzeugung und dem Transport von Energie. Die Anlagen werden weltweit gestreut. Dabei versucht Fondsmanager David Field die Zusammensetzung des Fonds je nach konjunkturellen oder strukturellen Chancen und Erfordernissen zu optimieren. So wird beispielsweise der Goldanteil als Sicherheitsanlage in Abschwungphasen erhöht, während in Aufschwungphasen Metalle und Industriematerialien überwiegen. Field favorisiert Unternehmen, die hohe Cashflows erwirtschaften und in politisch stabilen Ländern operieren.
Stärken: Das Konzept funktioniert vor allem in Aufschwungphasen. Die erzielten Gewinne sind überdurchschnittlich und ermöglichen dem Fonds deutliche Outperformance gegenüber Fonds aus der gleichen Kategorie sowie der Benchmark. So konnte David Field seit Amtsantritt 2006 bis heute im Jahresmittel eine um gut zwei Prozent höhere Durchschnittsrendite erwirtschaften als die Konkurrenzfonds. Auf Jahressicht liegt der Fonds mit 39 Prozent im Plus, die Fünfjahresrendite beträgt 12,2 Prozent. Seit Auflage vor sieben Jahren erwirtschaftete der Fonds eine Rendite von 13,7 Prozent. Der Ausgabeaufschlag von vier Prozent ist vergleichsweise günstig. Die renommierte Fondsgesellschaft Morningstar zeichnet den Fonds mit vier Sternen aus.
Schwächen: Der Fonds investiert in eine schwankungsintensive Anlageklasse und berechnet hohe Erfolgsprämien. Prämien fallen selbst dann an, wenn der Fonds Verlust erwirtschaftet - er muss nur besser laufen als sein Vergleichsindex. So hat Carmignac in den vergangenen drei Jahren zwei bis vier Prozent Prämie kassiert, obwohl der Fonds in bestimmten Zeiträumen Verlust gemacht hat. Die Verluste werden nicht mit den Gewinnen verrechnet. Die Gesamtkostenquote, die normalerweise rund zwei Prozent beträgt, schnellte dadurch auf 6,96 Prozent hoch! Da die Kostenabrechnung vierteljährlich erfolgt, raten die Experten von Morningstar von kurzen Anlagezeiträumen ab.
Fazit: Der Carmignac Commodities A ist für risikobereite Investoren geeignet, die ihr Depot diversifizieren wollen. Sind ordentliche Gewinne eingefahren, sollte man vor einem Verkauf der Anteile nicht zurückschrecken. Ein Fondssparplan ist zwar möglich, aber nicht empfehlenswert.
Tipp: Unser
Fondskauf-Rechner zeigt, wo der Fonds aktuell mit Rabatt erhältlich ist. Derzeit berechnen
ING-Diba, Cortal Consors und Comdirect nur 50 Prozent Ausgabeaufschlag, also 2,0 Prozent vom Anlagebetrag.