Er zählt zu den offenen Immobilienfonds mit langer Historie. Viele Kleinanleger vertrauen seit Jahren auf seine Beständigkeit und die kontinuierliche Wertentwicklung. Obwohl die aktuelle Schuldenkrise noch nicht vorüber ist, lohnt ein Blick auf den Dauerläufer, denn der Markt für europäische Gewerbeimmobilien hat sich stabilisiert.
Der Hausinvest legt Kundengelder vorrangig in renditestarke Gewerbeimmobilien an wirtschaftlich attraktiven Standorten innerhalb Europas an. Die wichtigsten Märkte sind derzeit Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Beneluxstaaten. Maximal 15 Prozent des Fondsvermögens dürfen außerhalb Europas angelegt werden. Fondsmanager Mario Schüttauf legt besonderen Wert auf eine gute Mischung des Immobilienvermögens nach Standorten, Immobilienarten und einem gesunden Mieter-Mix. Zusätzlich wird ein hoher steuerfreier Anteil am Anlageerfolg angestrebt.
Stärken: Das Fondsportfolio ist breit gestreut – ein Grund, warum der über zehn Milliarden Euro schwere Fonds noch nie Liquiditätsprobleme hatte. Seit 1972 verzeichnet er auf Jahressicht stets positive Ergebnisse. Über die vergangenen fünf Jahre betrug das Plus knapp 4,4 Prozent pro Jahr. Seit Auflage vor 39 Jahren wächst der Fonds jährlich im Schnitt mit 5,8 Prozent. Börsenturbulenzen bringen den Hausinvest nicht aus der Ruhe. Im Gegenteil: Während Aktienfonds derzeit massive Einbußen hinnehmen müssen, liegt der Fonds auf Jahressicht mit 2,7 Prozent im Plus. Der Abstand zur Benchmark, dem FIAP Index Immobilienfonds/real, vergrößert sich beständig. Die Ratingagentur Scope erteilt dem Fonds für seine guten Leistungen die Note A.
Schwächen: Aktuell sind gut elf Prozent des Fondskapitals in Asien investiert – hier lauern einerseits eine gewaltige Immobilienblase in China und andererseits konjunkturelle Risiken aufgrund der rückläufigen Wirtschaftsdaten. Die internen Fondskosten liegen mit 1,04 Prozent über dem Durchschnitt vergleichbarer Fonds.
Fazit: Der Hausinvest ist seit vielen Jahren ein Fels in der Börsenbrandung. Die aktuellen Verbesserungen im Anlegerschutz, etwa längere Stornofristen und Höchstbeträge bei Anteilsverkäufen, dürften Marktrisiken weiter reduzieren. Als Vermögensstabilisator ist ein gewisser Depotanteil vor allem in Krisenzeiten sehr empfehlenswert. Wegen des fünfprozentigen Ausgabeaufschlags sollte die Mindestanlage mindestens fünf Jahre betragen.
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ING-Diba derzeit 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.