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30.05.2011 10:53

Fonds-Check

LBBW Global Warming

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Seit der Katastrophe von Fukushima sind alternative Energien in aller Munde. Sonne, Wind und Wasser bieten gegenüber fossilen Energiequellen zwei entscheidende Vorteile: Sie sind nicht riskant und schonen Klima und Umwelt. Investoren finden derzeit großes Gefallen am Thema regenerative Energien.
ISIN=DE000A0KEYM4
Solarfirmen und Windkraftanlagenbauer stehen ganz oben auf den Beteiligungslisten der Fondsgesellschaften. Ein Fonds, der vorrangig das Thema Erderwärmung fokussiert, ist der von der Landesbank Baden-Württemberg emittierte LBBW Global Warming (DE000A0KEYM4).

Anders als klassische Fonds für erneuerbare Energien, setzt dieser Klimafonds nicht in erster Linie auf Solar- oder Windkraftfirmen, sondern beteiligt sich mit Vorliebe an Unternehmen, die Produkte herstellen, die der Erderwärmung entgegenwirken bzw. den Ausstoß des schädlichen Kohlendioxyds reduzieren. Anlagenbauer wie Linde oder Technip, die stark im Flüssiggas-Sektor aktiv sind, passen deshalb genauso ins Anforderungsprofil wie Siemens, das verstärkt auf Umwelttechnik setzt. Umweltpioniere wie SMA Solartechnology oder Vestas Windsysteme sind ebenfalls vertreten. Neben regenerativen Energien spielen der Wassersektor, die Baubranche und Anlagenbauer eine große Rolle. Aufgrund des aktuellen Umwelthypes legte der Global Warming jüngst eine ausgezeichnete Performance hin. Mit 30 Prozent Wertzuwachs binnen zwölf Monaten gehört der Fonds zu den besten seiner Klasse und führt den Einjahresvergleich der Biallo-Topfonds-Liste Neue Energien/Klima an.

Stärken:
Der Fonds schaffte auf kurze Sicht etwa doppelt so hohe Wertzuwächse wie der Kategoriedurchschnitt. Eine Ursache hierfür dürfte die akribische Titelauswahl des Fondsmanagers Christoph Keidel sein. Die Aktienauswahl erfolgt in drei Schritten: Zuerst werden Branchen mit signifikantem Nachfragepotential identifiziert. Im zweiten Schritt geht es um die Qualiltät der Unternehmen: eine gesunde Bilanzstruktur, überdurchschnittliche Gewinndynamik und überzeugende Unternehmensstrategie. Eine Nachhaltigkeitsprüfung schließt den Auswahlprozess ab. Das breite Investment über viele Branchen und Sektoren verringert Verlustrisiken. Die zusätzlich angewandte Absicherungsstrategie dämpft Kursverluste. Die Fondskosten sind mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 1,59 Prozent unterdurchschnittlich.

Schwächen:
Der Investitionsschwerpunkt liegt hauptsächlich in Europa, eine globale Diversifizierung fehlt. Renditepotentiale von Unternehmen in Asien oder Amerika bleiben dadurch ungenutzt. Die Absicherungsstrategie verlangsamt mögliche Kursgewinne in Börsenaufschwung-Phasen. Die renommierte Ratingagentur Morningstar vergibt aufgrund der kurzen Fondshistorie und der schweren Vergleichbarkeit mit ähnlichen Fonds lediglich das Standardrating „Drei Sterne“.

Fazit: Themenfonds sind wegen ihres eingeschränkten Anlageuniversums nur als Ergänzung zu einem gut diversifizierten Depot zu sehen. Die Anlagedauer sollte nicht kurzfristig ausgelegt sein. Da das Thema Umwelt auch in den kommenden Jahren bestimmend sein dürfte, investieren Anleger in einen Zukunftsmarkt mit guten Wachstumschancen.

Tipp: Unser Fondskaufrechner zeigt, bei welcher Bank der Fonds derzeit mit Rabatt erhältlich ist. Zur Einmalanlage gewährt die ING-Diba derzeit 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag; beim Sparplankauf berechnet die Postbank nur die Hälfte an Gebühren, also 2,5 Prozent vom Anlagebetrag.
Leserkommentare
31.05.2011 10:43 Uhr - von Jürgen Keitel, Garbsen
Global Warming
Sie wissen doch: nachts scheint keine Sonne, meistens passt der Wind nicht, (Wechsel-)strom kann man nicht.speichern.
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