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21.09.2009 17:09

Fonds-Check

Lingohr-Asien-Systematic-LBB-Invest

von
ISIN=DE0008479387
Asien gehört seit vielen Jahren zu den wirtschaftlich stärksten Regionen der Welt. Dieses Potential nutzt der Asien-Systematik-LBB-Invest (ISIN DE0008479387) – ein Fonds aus dem Investmentteam um den erfahrenen Fondsmanager Frank Lingohr. Allerdings hält in diesem Fall nicht Lingohr selbst die Fäden in der Hand, sondern Fondsmanager Jürgen Wetzel.
Wetzel stützt sich beim Auswahlverfahren des Fonds auf den Computer. Seine Analysen zielen dabei vorrangig auf unterbewertete Unternehmen. Erstaunlich ist, dass Wetzel dabei nicht in erster Linie - wie die meisten Aisen-Fonds - auf chinesische Werte baut, sondern stark in Japan und Thailand investiert ist. Außerdem investiert der Fonds bis zu 25 Prozent seines Vermögens in australische Werte.
Die Auswahlkriterien werden dabei  für jedes Land unterschiedlich gewichtet. Der Asien-Systematic-LBB-Invest ist aber kein reiner Aktienfonds. Das Portfolio kann mit verzinslichen Wertpapieren, Wandel- und Optionsanleihen sowie Indexzertifikaten angereichert werden.

Stärken: Der systematische Ansatz bei der Titelauswahl beschert immer wieder unterbewertete Aktien mit hohem Wertsteigerungspotential. So ist es nicht verwunderlich, dass die Wachstumsraten des Fonds in Börsenhochphasen Spitzenwerte erreichen. Auf Jahressicht ist das Ergebnis inzwischen zweistellig, auf Fünfjahressicht wurde ein durchschnittlicher Wertzuwachs von rund sieben Prozent erzielt.

Schwächen:
Der Fonds schwankt sehr stark, Anleger brauchen also gute Nerven. Die Managementgebühr ist mit 1,8 Prozent nicht gerade günstig, ebenso wenig der Ausgabeaufschlag von sechs Prozent – hier kommen Wettbewerber mit weniger aus. Das Fondsvolumen ist mit 30 Millionen Euro als gering einzustufen – damit lauert die Gefahr einer Fondsfusion oder -schließung.

Fazit:
Der Fonds ist etwas für risikofreudige Anleger, die in Boomphasen an den Aktienmärkten mit einem Teil ihres Geldes spekulieren wollen. Das Thema Asien ist dafür gut geeignet. Ist der Fonds gut gelaufen und sind üppige Gewinne eingefahren, sollte man rechtzeitig aussteigen. Das längerfristige Engagement lohnt kaum, wie die Zehnjahresrendite von minus drei Prozent bzw. die Rendite von rund 3,5 Prozent seit Auflage vor 17 Jahren anschaulich zeigt.
 
Tipp: Der Fonds ist auch als Sparplan für den langfristigen Kapitalaufbau zu haben. Unser Fondskaufrechner zeigt, wo der Fonds derzeit mit Rabatt erhältlich ist.
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