Während der Dax binnen Jahresfrist rund 32 Prozent zulegen konnte, stiegen die kleineren Index-Brüder MDax und SDax um 42 bzw. 48 Prozent. Viele Fonds, die auf deutsche Nebenwerte setzen, konnten diesen Trend zu überzeugenden Ergebnissen nutzen. Ein überdurchschnittliches Anlageergebnis mit plus 46 Prozent erzielte zum Beispiel der Lupus Smaller German Champions A (LU0129233093).
Der von Peter Conzetti und acht weiteren Mitarbeitern gemanagte Aktienfonds setzt auf ausgeprägte Einzeltitelanalyse. Die Fondsmanager pflegen intensiven Kontakt zu den beobachteten Unternehmen und versuchen kurssensible Hintergrundinformationen zu sammeln. Dies ist wichtig, da besonders bei Aktien aus der zweiten und dritten Reihe nicht alle kursrelevanten Informationen in den Aktienpreisen enthalten sind. Die renommierte Ratingagentur Morningstar ist vom aufwändigen Fondsmanagement überzeugt. In einer Fondsexpertise heißt es: „Da Nebenwerte meist nur von wenigen Analysten gecovert werden, bietet der intensive Kontakt zum Unternehmensmanagement die Möglichkeit, einen Informationsvorsprung zu erzielen. Die dafür nötige Erfahrung ist bei Lupus Alpha vorhanden.“ Hohe Gewichtung erfahren die Sektoren Industrie-, Maschinenbau- und Konsumgütertitel, weil deutsche Nebenwerte hier wegen ihres technischen Know Hows zu den Marktführern gehören.
Stärken: Die Fondsgesellschaft Lupus Alpha ist einer der besten deutschen Adressen für Investments in Nebenwerte. Erfahrene Fondsspezialisten und die akribische Einzeltitelauswahl sind ein Garant dafür, dass regelmäßig Qualitätsaktien Eingang in die entsprechenden Fondsportfolios finden. Im Ergebnis performt der Lupus Alpha Smaller German Champions seit Jahren besser als seine Vergleichsindizes MDax und SDax sowie der Fiap Aktien Deutschland. Im qualitativen Fondsrating von Morningstar erhielt der Fonds kürzlich die zweitbeste Note „Gut“.
Mit knapp acht Prozent Rendite auf Fünfjahressicht belegt der Fonds Platz Eins der Biallo-Top-20-Fondsliste „Nebenwerte Deutschland“.
Schwächen: Der Fonds schafft es nicht, sich aus Börsenabschwüngen herauszuhalten, was immer wieder zu schmerzhaften Wertverlusten führt. Mit einer Gesamtkostenquote von 2,3 Prozent zählt der Fonds zu den teureren Produkten innerhalb seiner Kategorie. Die erfolgsabhängige Managementvergütung belastet die Performance zusätzlich. Mit rund 12 Millionen Euro Fondseinlage ist der Fonds relativ klein und eine Fondsschließung nicht gänzlich ausgeschlossen.
Fazit: Nebenwerte-Fonds eignen sich vorrangig für spekulative Investoren sowie als Depotbeimischung im kleinen Rahmen. Kündigt sich eine Börsenbaisse an, ist ein rechtzeitiger Fondsausstieg zu überdenken. Ein Fondssparplan ist zwar möglich, aber nicht unbedingt empfehlenswert. Tipp: Unser
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