Stärken: Portfoliochefin Szabo-Kelly, die Anfang 2009 das Ruder beim Allianz RCM Emerging Europe übernahm, hat es geschafft, den Fonds nach schweren Kursverlusten im Jahr 2008 wieder auf Erfolgskurs zu trimmen. Die jüngsten Kursverluste sind dem allgemeinen Börsentrend geschuldet. Die Outperformance seit ihrem Amtsantritt gegenüber dem Vergleichsindex FIAP Aktien Osteuropa ist deutlich. Der Fonds überzeugt auch langfristig: So weist der Zehnjahreszeitraum einen durchschnittlichen Wertgewinn von über 13 Prozent pro Jahr aus, seit Auflegung von 14 Jahren liegt die Performance nur knapp darunter. In der
Biallo Top-Fonds-Tabelle Osteuropa belegt der Fonds im Fünfjahresbereich den zweiten Platz. Die Ratingagentur Morningstar verleiht dem Fonds die Bestnote fünf Sterne.
Schwächen: Das Fondsrisiko ist überdurchschnittlich, weil die Aktienklasse „Osteuropa“ schwankungsanfälliger ist als etablierte Märkte. Zudem birgt der hohe Russlandanteil Sprengstoff, da Russland anfällig ist für politische Unruhen, Beispiel Tschetschenien. In der Börsenkrise 2008 hat der Fonds deutliche Wertverluste von über 60 Prozent hinnehmen müssen. Die Gebührenbelastung ist zuletzt von 2,2 auf 2,06 Prozent gesunken, liegt aber immer noch leicht über dem Kategoriedurchschnitt.
Fazit: Der Allianz RCM Emerging Europe ist für risikobereite Investoren geeignet, die Kursverluste aussitzen können und vordergründig auf Kurschancen spekulieren. Dank der erneut gesunkenen Kurse sind die langfristigen Gewinnechancen durchaus positiv zu bewerten. Ein Fondssparplan ist zwar möglich, aber nicht unbedingt empfehlenswert – es sei denn man möchte lange in den Fonds investiert bleiben.
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