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17.08.2011 13:21

Fondskauf in Krisenzeiten

So erwirbt man günstig Anteile

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Nach den Kursstürzen an den Börsen, erscheint der Zeitpunkt für einen Einstieg in Aktienfonds günstig. Wo kauft man Fonds preiswert?
Fondskauf So erwirbt  man günstig Anteile Finanzportal Biallo.de
Rund 20 Prozent büßte der deutsche Leitindex Dax in den letzten Wochen ein
Für langfristig orientierte Sparer bieten die jüngsten Kursrückgänge interessante Einstiegschancen. Wer zu niedrigen Kursen kauft, verbessert seine Gewinnchance. Dabei verspricht eine lange Spardauer attraktive Renditen. So gewann der Dax trotz zahlreicher Börsencrashs in den vergangenen 15 Jahren über 120 Prozent an Wert, was einer Rendite von knapp 5,5 Prozent entspricht. Erfolgreiche Aktienfonds gewannen sogar mehr: So weist der global anlegende Carmignac Investissement eine Zwanzig-Jahresrendite von über zehn Prozent aus.
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Börse oder Bank?

Beim Kauf von Fondsanteilen beeinflussen die Gebühren die Rendite. Bietet ein Fonds 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, so ist der Erwerb über die Investmentgesellschaft kostenlos – das ist stets günstiger als der Börsenkauf. Ist dagegen der volle Ausgabeaufschlag zu bezahlen, ist zumeist der Börsenkauf preisweiter. So kostet zum Beispiel eine Aktienfonds-Order über 5.000 Euro bei einem Ausgabeaufschlag von fünf Prozent immerhin 250 Euro Kaufgebühren. Halbiert sich der Ausgabeaufschlag auf 2,5 Prozent, muss der Anleger noch immer 125 Euro bezahlen.

Beim Fondskauf über die Börse zahlen Anleger die Courtage für den Börsenmakler, den Spread zwischen An- und Verkaufskurs sowie die Orderprovision der Bank. Je nach Fonds und Bank summieren sich die Kosten auf 0,5 bis 1,5 Prozent. Damit liegen sie häufig günstiger als der Fondskauf mit Ausgabeaufschlag. Fondsanteile im Wert von 10.000 Euro würden demnach über die Börse maximal 150 Euro kosten, beim Kauf über Bank und Fondsgesellschaft können dagegen 500 Euro anfallen.

Ein weiterer Vorteil des Börsenhandels liegt in der Schnelligkeit. Der Auftrag kann innerhalb von Minuten ausgeführt werden, beim Kauf über die Fondsgesellschaft kann die Transaktion bis zu zwei Tage dauern. Dank der zeitnahen Ausführung wissen Börsenkäufer den genauen Anteilspreis und können sich den Kurs mittels Limit-Order sichern. Beim Fondskauf über die Investmentgesellschaft ist hingegen kein genauer Anteilskurs bekannt. Der Kurswert wird zunächst an Hand des zuletzt ermittelten Fondskurses geschätzt und später exakt abgerechnet.
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Banken mit preiswerten Gebühren

Die Orderprovision der Bank richtet sich in der Regel nach der Höhe der Investitionssumme und dem Kurswert der Fondsanteile. Viele Direktbanken berechnen 0,25 Prozent vom Kurswert plus eine Grundgebühr von rund fünf Euro sowie ein bis zwei Euro Börsenplatzgebühr. Andere Institute arbeiten mit einer feststehenden Gebührenstaffel, die sich ebenfalls an der Orderhöhe orientiert. Einige wenige Banken berechnen einheitliche Flatfees. Bestimmte Mindestgebühren sind aber immer fällig.

Banken mit kursabhängigen Gebühren:

NIBC Direct:
0,20 Prozent vom Kurswert + 3,90 Euro Grundgebühr: Eine 5.000-Euro-Order kostet demnach 13,90 Euro; eine 15.000-Euro-Order = 33,90 Euro.

ING-Diba: 0,25 Prozent vom Kurswert + 1,25 Euro Börsenplatzgebühr: 5.000-Euro-Order = 13,75 Euro; 15.000-Euro-Order = 38,75 Euro.

Cortal Consors:
0,25 Prozent vom Kurswert + 4,95 Euro Grundgebühr + 0,95 Börsenplatzgebühr. Eine Order über 5.000 Euro kostet 18,40 Euro, über 15.000 Euro = 43,40 Euro.

Comdirect:
0,25 Prozent vom Kurswert + 4,90 Euro Grundgebühr + 0,0015 Prozent Börsenplatzgebühr (mind. 1,50 Euro). 5.000-Euro-Order = 18,90 Euro; 15.000-Euro-Order = 43,90 Euro.

Banken mit fester Gebührenstaffel:

1822 Direkt: bis 2.500-Euro-Order = 9,90 Euro, von 2.501 - 5.000 Euro = 15,90 Euro, von 5.001 bis 10.000 Euro = 29,90 Euro und von 10.001 bis 20.000 Euro = 49,90 Euro.

Postbank: bis 1.200-Euro-Order = 7,95 Euro, von 1.201 bis 2.600 Euro = 9,95 Euro, von 2.601 bis 5.200 Euro = 14,95, und ab 5.201 Euro = 19,95 Euro.

Volkswagen Bank direkt: bis 2.500-Euro-Order = 9,95 Euro, von 2.501 bis 5.000 Euro = 14,95 Euro, von 5.001 bis 10.000 Euro = 29,95 Euro, von 10.001 bis 15.000 Euro = 39,95 Euro, von 15.001 bis 50.000 Euro = 49,95 Euro.

Banken mit Flatfee:

Flatex: Alle Ordergrößen kosten einheitlich fünf Euro, zuzüglich 1,75 Börsengebühren.

Netbank: Alle Ordergrößen kosten einheitlich zehn Euro.

DKB Bank: Alle Ordergrößen kosten einheitlich zehn Euro.

Fazit

Die Auflistung zeigt, dass Banken mit festen Flatfees sowohl bei kleiner als auch bei größerer Fondsorder sehr kostengünstig beim Börsenkauf sind. Bei Instituten mit kursabhängigen Gebühren oder mit fester Gebührenstaffel zeigt sich kein einheitliches Bild. Je nach Geldhaus und Gebührenmodell ist mal das eine, mal das andere Bankhaus preiswerter. Hier kommen Fondskäufer um einen individuellen Kostencheck nicht herum. In der Tendenz haben allerdings Banken mit geringen Sätzen beim Kurswert und kleiner Grundgebühr die Nase vorn.
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Foto: Mario Vedder/ddp ID:5813
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