In der Regel kosten Aktienfondsanteile fünf Prozent Ausgabeaufschlag. Wer für 5.000 Euro Fondsanteile erwerben möchte, der muss demnach mit Kaufkosten von 250 Euro rechnen. Angenommen der Fonds erzielt im ersten Jahr eine Wertsteigerung von sechs Prozent, bleibt nach Abzug von fünf Prozent Kosten, lediglich ein Prozent Nettozuwachs übrig. Erst im zweiten Jahr kann der Anleger dann aus dem Vollen schöpfen. Wie viel der Ausgabeaufschlag langfristig an Rendite kostet zeigt eine Beispielrechnung: Ein Fonds ohne Ausgabeaufschlag erzielt bei sechs Prozent jährlicher Wertsteigerung eine Durchschnittsrendite von 6,0 Prozent. Legt der Sparer 5.000 Euro über acht Jahre an, beträgt das Endergebnis vor Abgeltungsteuer 7.969 Euro. Kosten die gleichen Fondsanteile fünf Prozent Ausgabeaufschlag, drücken die Kosten die Durchschnittsrendite auf 5,36 Prozent, das Sparergebnis sinkt auf 7.589 Euro. 250 Euro Kaufkosten bedeuten am Ende also einen Minderertrag von 380 Euro.
Doch es gibt Alternativen zum Fondskauf gegen Gebühr. Viele Banken offerieren Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Manchmal wird dabei ein einzelner, prominenter Fonds als Lockvogel ins Schaufenster gestellt. Häufiger schreiben Direktbanken aber ganze Fondslisten aus, auf denen sich kostenlose Fonds aus verschiedenen Anlagekategorien wiederfinden. Nicht selten bleiben diese Listen dann lange Zeit unverändert. Konstante Fondslisten haben den Vorteil, dass man dauerhaft Fondsanteile zum Nulltarif erwerben kann. Welche Bank bietet was?